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Das innere Team – Ein (Selbst-)Coaching Tool
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Wingwave® Coaching gegen Angst beim Reiten

Wingwave® Coaching gegen Angst beim Reiten - Antje Heimsoeth

Nervosität, Versagensangst, Lampenfieber vor dem Turnierstart, Stress und Ungeduld auf dem Pferd, Angst vor dem Geländeritt, Angst vor dem Galoppieren, Angst vor Kontrollverlust, Angst vor dem nächsten Ausritt, negatives „Kopfkino“ nach einem Sturz vom und mit dem Pferd, die Frage: „Was ist, wenn…?“. All dies sind Angstsituationen und Horror-Gedanken, mit denen tagtäglich viele Reiter und Trainer kämpfen. Ausbilder und Reitlehrer kennen oft keine wirksamen Lösungswege. Es schon mal mit Sport-Mental-Coaching versucht?

Weitere typische Angstsituationen
aus „Mental-Training für Reiter“ von Antje Heimsoeth, Müller Rüschlikon

  • „Also eigentlich reite ich ja Dressur, aber ab und zu bekomme ich doch mal Lust ein kleinen Parcours zu springen, der aber nicht höher als ein Meter sein darf…. Ich bin nämlich ein Angsthase, sobald es höher wird! Am aller schlimmsten ist es für mich Oxer anzureiten! Da bekomm ich so Angst. Weiß einfach nicht warum! Jedes Mal wenn ich Angst vor einem Sprung bekommen, merkt das mein Pferd und haut die Bremse rein und somit bekomm ich noch mehr Angst … also ein Teufelskreis… „
  • Ein nervöses Pferd, das leicht vor Geräuschen erschrickt. Der Reiter verkrampft in Erwartung dessen, was das Pferd noch nervöser macht.
  • „Wenn mein Ehemann im Parcours reitet, habe ich Angst, dass ihm etwas passiert, obwohl er ein guter Reiter ist. Ich bin immer froh, wenn er heil und gesund am Ziel ist. Er reitet auch niemals waghalsig und ist der vorsichtigere Reiter von uns beiden. Es ist wohl mehr so eine Art generelle Verlustangst.“
  • Wenn Jugendliche vom Pony aufs Großpferd umsteigen, werden Sie oft unsicher. Kinder im Ponyalter sind generell unbeschwert und gehen unbefangen auf neues zu. In der Pubertät mit 14, 15, 16 oder 17 Jahren beginnen die jungen Menschen über Konsequenzen Ihres Handelns und Tuns nachzudenken. Das kann das Selbstbewusstsein erschüttern. Das Selbstvertrauen ist zu dem Zeitpunkt eh niedrig, wenn das Pony aus dem eingespielten Team weg ist.
  • „Ich habe Angst vor dem Galopp ich hatte schon viele schlechte Erfahrungen dabei und nun getraue ich mich nicht mehr, letztes Jahr habe ich es gemacht aber mit großer Angst doch es klappte!! Nun war ich aber einige Zeit nicht mehr reiten und nun ist die Angst wieder da… „
  • Ich habe als Zehnjährige angefangen zu reiten. Angst war für mich zu dieser Zeit ein Fremdwort, obwohl ich schon das ein oder andere Mal heruntergefallen bin. Bis auf ein paar Schrammen ist nie etwas Schlimmeres passiert. Mein erstes Pferd ist zudem des Öfteren gestiegen, auch das hat mir nie Angst gemacht. Erst nachdem ich mit Anfang dreißig sehr übel von meiner zweiten Stute gefallen bin, (bewusstlos, Schädeltrauma, Schleudertrauma, innere Verletzungen) gehe ich nicht mehr so sorglos beim Reiten vor. Ich setze mich nicht mehr auf jedes Pferd und trage nach einem zweiten schweren Unfall wieder eine Reitkappe. Nachdem ich sehr viel Glück bei beiden Stürzen gehabt habe, trage ich mich jetzt mit der Angst, mir könnte mal etwas Schlimmeres passieren. Mir spukt vor allem der Begriff Querschnittslähmung immer im Kopf herum.“
  • Eine versierte Reiterin wird Mutter und hat plötzlich beim Reiten Angst oder ein mulmiges Gefühl, was vorher nie der Fall war. Hier ist der Mutterinstinkt so stark, dass er die Mutter schützt, damit Sie auch weiterhin für das Kind da ist. Zudem kommt der gesellschaftliche Druck, weil manche sagen: „Du hast doch jetzt ein Kind.“ Das hemmt zusätzlich.
  • „Mich hat es letztes Jahr im Sommer vom Pferd gelassen, dass ich mir den Rückenwirbel gebrochen hatte (nicht erkannt). Seitdem reitet die Angst leider immer mit.“
  • „Sobald ich aber wenige hundert Meter vom Stall weg bin, steigt bei mir das Adrenalin und ich bin nicht mehr entspannt. Hab meinen jetzigen „kleinen Braunen“ erst seit wenigen Wochen – und der hat leider den Ruf, draußen auch mal Unfug zu machen!
    Bei mir kommt die Angst nicht von einem Unfall oder schlimmen Erlebnis, sondern vom „Denken“. Hab mit dreizehn mit dem Reiten angefangen ca. vier Jahre, dann mit Angst aufgehört. Der Trainer hat uns auch immer drauf hingewiesen, was alles passieren kann. Mit Anfang Dreißig wieder angefangen (jetzt 42) und als Erwachsener fehlt halt die jugendliche Unbekümmertheit und wer sich nicht vorstellen kann, dass 600 kg unkontrolliertes Lebendgewicht kritisch sein können, hat keine Phantasie. Außerdem bin ich viel zu selten ins Gelände. Immer Unterricht geritten, oder Kind dabei oder …“

Springreiter Markus Merschformann:
„In habe ich mir durch zwei Stürze das Schlüsselbein und den Fuß gebrochen. Nach dem ersten Sturz bin ich ganz selbstverständlich wieder in den Sattel gestiegen und habe mit dem Training da weitergemacht, wo ich aufgehört hatte. Dies habe ich auch nach dem zweiten Sturz versucht, doch bleibt es nach mehreren Stürzen nicht aus, dass sich in manchen Situationen ein ungutes Gefühl einschleicht. Nach einem Unfall versuche ich deshalb direkt vom ersten Tag an, so locker und unbefangen wie möglich ins Training zu gehen. Im Springsport beginnen wir unsere Arbeit mit niedrigen Sprüngen. Dies gibt mir genügend Zeit, wieder Vertrauen zu fassen und mich auf die großen Hürden vorzubereiten. Das Wichtigste ist, sich so schnell wie möglich wieder in den Sattel zu schwingen, zu trainieren und auf Turnieren zu starten. Pferde merken sofort, wenn man Angst hat und reagieren entsprechend darauf. Warten Sie deshalb nicht zu lange und steigen Sie, sobald die Verletzungen geheilt sind, wieder auf. Nur regelmäßige Praxis auf dem Pferderücken gibt Sicherheit und bringt Erfahrung.“

Negative Konsequenzen der Angst:

  • Glaube an sich selbst nimmt ab.
  • Angst überträgt sich auf das Pferd.
  • Die wahrgenommenen Anforderungen einer Aufgabe wachsen, Aufgabe scheint zunehmend anspruchsvoller.
  • Ziele scheinen zu schrumpfen.
  • Angst führt zu Vermeidungsverhalten (defensiv statt offensiv, reagieren statt agieren) bis hin zur Verweigerung der Ausführung z.B. des Sprungs.
  • Ereignisse scheinen sich zu überschlagen.
  • Angst führt zu aufgabenirrelevantem Denken und beeinträchtigt die Informationsaufnahme.
  • Angst beeinträchtigt die Konsolidierung des Gedächtnisinhalts, so dass neu Gelerntes schneller vergessen wird.
  • Angst führt zu Wahrnehmungsverzerrungen.
  • Rationales Denken ist unmöglich. Der Instinkt neigt dazu, zu übernehmen.
  • Die Auswirkungen auf die Leistung, insbesondere wo die Kontrolle der Feinkoordination und ein klarer Kopf wichtig sind, erweisen sich häufig als verheerend.
  • Pferd und Reiter können kein Vertrauen zueinander entwickeln und werden immer verkrampft auf den nächsten Angstauslöser warten.
  • Vor allem verhindert Angst die Losgelassenheit und innere Ruhe von Pferd und Reiter. Fehlende Losgelassenheit macht wiederum die im Verlauf der Ausbildung angestrebte Minimierung der Hilfen unmöglich.
  • „Warten“ auf den nächsten Seitensprung des Pferdes
  • Erhöhung des Muskeltonus → verspannter Sitz des Reiters, angespannte und verkrampfte Muskeln, hochgezogene Schultern und Hacken, Knie, die klemmen; unsicherer Reiter, Reiter „signalisiert“ seinem Pferd „Gefahr“
  • Pferd fühlt sich schutzlos und allein gelassen und sucht vielleicht sein Heil in der Flucht.
  • Keine Freude mehr am Reitsport und den Pferden.
  • Selbstzweifel

Wie wird man diese negativen Gedanken, Zweifel und Ängste wieder los? Wie bekommt man wieder mehr Freude, Entspannung, Gelassenheit, Harmonie und Leichtigkeit beim Reiten?

Tipp für Ausbilder und Trainer: Seien Sie ein gutes Vorbild. Sprechen Sie darüber, wenn Sie selbst schon Ängste hatten – und vielen Trainern ist Angst nicht unbekannt. Dann glaubt der Reiter, der Angst hat, nicht, dass er der Einzigste ist, den Lampenfieber und Angst quälen.
Tauschen Sie sich mit dem Reiter über Möglichkeiten der Angstbewältigung aus. Schicken Sie Ihn evtl. zu einem Sportpsychologen oder gut ausgebildeten Mental Coach.
Oftmals hilft es schon, wenn der Reiter über seine Angst reden kann, ohne dafür verurteilt zu werden, ohne Bagatellisierungen.

Sport-Mental-Coaching und wingwave®-Coaching

Ich setze bei Angstthemen neben den Techniken aus dem Sport-Mentaltraining (Methoden: https://www.heimsoeth-academy.com/coaching-methoden/) die wingwave® Methode ein. wingwave® ist eine lösungsorientierte Kurzzeit-Coaching-Methode zur Regulation von Angst, Leistungsstress, zur Stärkung und Stabilisierung eigener Ressourcen und zur Leistungssteigerung, u.a. basierend auf Erkenntnissen der Neurobiologie und der Gehirnforschung. Begründet wurde das Konzept von den Hamburger Psychologen und NLP-Lehrtrainern Harry Siegmund und Cora Besser-Siegmund. Der Begriff setzt sich zusammen aus wing (Flügelschlag eines Schmetterlings) und wave (Assoziation zum englischen Begriff brainwave, was sinngemäß tolle Idee oder Gedankenblitz heißt). Die Methode setzt genau dort an, wo Stress im Körper entsteht, nämlich im limbischen System im Gehirn.
Die Veränderungen sind für den Reiter nach dem (Emotions-)Coaching schnell spürbar und führt in wenigen – manchmal reicht eine Sitzung – Sitzungen zum Abbau von Blockaden und Angst. Dies erfolgt durch das Erzeugen von „wachen“ REM-Phasen (Rapid Eye Movement), die wir Menschen im nächtlichen Schlaf durchlaufen. In diesen REM-Phasen erfolgt die Emotionsregulierung, Informationsverarbeitung und Stressbewältigung des täglichen Lebens, sie sind unter anderem durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet.

Ich interveniere mit „Bewinken“ des Themas. Der Klient folgt meinen schnellen rechts-links-Bewegungen mit schnellen Augenbewegungen. Dabei lösen sich binnen kurzer Zeit unangenehme und störende Erinnerungen, Ängste und Unsicherheiten auf. Die Leistung kann optimiert abgerufen bzw. verbessert werden.

„Einweben“: Mit weiteren Winke-Sets verfestigen wir dann die Vorstellung eines gelungenen Spiels / eines erfolgreichen Turniers samt positiver Emotionen im Bewusstsein → Intensivierung des Ressourcen-Gefühls.

Schnelle, spürbare Erfolge durch wingwave©-Coaching

Wie gut und effektiv das wingwave® Coaching wirkt, zeigen die Reaktionen des Pferdes auf den Reiter. Pferde „spiegeln“ uns, unseren emotionalen Zustand, Gefühle und unsere Gedanken. Sie merken unsere Muskelan- und Verspannungen und reagieren auf diese. Unbewusst reagiert der menschliche Körper mit Verspannungen oder flacher Atmung auf Angst – das Pferd antwortet mit  Anspannung und Alarmbereitschaft.

Voraussetzung für wingwave® Intervention: Es können keine Probleme, dessen Ursachen in der Ausbildung und Vergangenheit des Pferdes liegen, durch Coaching und wingwave® verändert werden. Ich kann nur an Themen und Problemen mit Reitern arbeiten, die ursächlich beim Reiter liegen.

© Ihre Antje Heimsoeth

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