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Selbstvertrauen steigern

Selbstvertrauen steigern - Antje Heimsoeth

Das Thema Selbstvertrauen – Selbstvertrauen steigern –  ist in all meinen Coachings, in fast allen Vorträgen, egal wie alt jemand ist, egal was jemand erlebt hat, egal in welcher Branche er/sie arbeitet, immer wieder ein wichtiges Thema. Da will es einfach nicht klappen mit dem Selbstvertrauen.
Im Folgenden ein paar Tipps und Impulse dazu.

Definitionen

„Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung, Selbstvertrauen oder unpräziser: Selbstbewusstsein, Eigenwert, umgangssprachlich auch Ego) versteht die Psychologie die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeit des Individuums, die Erinnerung an die Vergangenheit und das Ich-Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwert.

Das selbstbewusste Auftreten eines Jugendlichen sagt mir noch lange nichts aus über sein wahres Selbstvertrauen. Vor allem in einer Gruppe sind Jugendliche oft Halbstarke, aber wehe man hat sie dann alleine neben sich im Coaching sitzen.

Selbstbewusstsein und Angst

Ich gelte bei den meisten Menschen als sehr selbstbewusst und doch kenne ich auch das Thema Angst. Angst zum Beispiel vor Versagen, Angst davor in einer Gruppe nicht integriert zu sein (Zugehörigkeit), Angst vor harter Kritik, Angst vor Ausschluss, Angst vor nicht angenommen zu werden, Angst vor schwerer Erkrankung, … . Selbstbewusste Menschen gehen mit Ängsten letztendlich anders um. Menschen aus dem Umfeld nehmen oftmals die Ängste, die ich auch kenne, nicht wahr.

Erfolgstagebuch, um Selbstvertrauen zu steigern

Ich empfehle vor allem den Leistungsträgern ein Erfolgstagebuch zu führen. Hier schreiben Sie Ihre mittleren, kleinen und großen Erfolge auf. Beachten Sie bitte: Erfolg heißt nicht immer ein größeres Auto, eine Medaille, noch mehr Geld oder ein Karrieresprung, sondern hier können Sie auch aufschreiben: gelöste Probleme, Lob, Kompliment, Anerkennung und Wertschätzung durch Dritte. Wieso das? Weil wir zum einen sehr schnell, wenn wir wieder mal eine Niederlage erfahren, unsere Erfolge der letzten Wochen und Monate vergessen und das Aufschreiben von Erfolgen auf das Selbstvertrauen einzahlt.

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Hindernisse, Umwege und Hürden

Wer für sich eine Vision und Ziele formuliert, der bucht automatisch Umwege und Hindernisse mit. Entweder beißen wir uns dann an einem Hindernis fest, lamentieren über den Umweg oder wir lassen mal für den Moment los, machen zum Beispiel den Rechner aus, lüften unser Hirn, machen einen Spaziergang und setzen uns dann wieder an die Aufgabe. Und Vorsicht: nur weil mal eine Idee nichts taugt, sind wir noch längst keine Versager und nur weil wir eine Niederlage erfahren haben, bleiben wir immer noch liebenswert und wertvolle Menschen.

Selbstvertrauen steigern durch Stolz

Ich finde an der Stelle auch immer wieder ganz wichtig den Stolz. Ich habe mal bei Oliver Kahn vom sogenannten Notfallkoffer gelesen, den er immer gepackt hat. Darin war unter anderem der Stolz, Stolz auf Erreichtes, Stolz auf Erfolge. Statt eben den Fokus auf die vielen kleinen Dinge zu legen, die wir vielleicht nicht erledigt haben, die uns nicht gelungen sind, die wir vergessen haben oder nicht so perfektionistisch wie gewollt erledigt haben, statt den Blick auf diese Probleme zu legen, nehmen Sie immer öfters mal die rechte Hand, führen sie diese zur linken Schulter und klopfen Sie sich selbst auf die Schulter für all die Dinge, die heute er-folg(t) sind.

Vorbereitung ist die Basis von Selbstvertrauen

Im Sport wird natürlich schon auf die detaillierte Vorbereitung großer Fokus gelegt. Aber auch hier stelle ich fest, dass es oftmals Optimierungsbedarf gibt. Noch weniger gut vorbereitete Menschen erlebe ich im Business, also zum Beispiel wenn es um die Vorbereitung einer Präsentation, einer Rede oder eines schwierigen Gesprächs geht- Und das leider genau  dann, wenn man an der Stelle noch wenig Erfahrungen damit hat und darin wenig routiniert ist. Eine gute Vorbereitung reduziert Prüfungs- und Versagensangst. Daneben helfen dann Affirmationen (positive Selbstgespräche) wie: „Ich liebe, glaube, vertraue, bin dankbar und mutig.“

Selbstvertrauen ist nicht angeboren – Selbstvertrauen können wir trainieren.

Um sich vom Lob und von Komplimenten Dritter unabhängig zu machen, ist es wichtig sich selbst immer wieder anzuerkennen, denn Anerkennung beginnt immer bei sich selbst. Wenn wir uns selbst nicht anerkennen mit dem, was wir geleistet haben und tun, dann ist unser Umfeld nur ein Spiegel und wird uns eben auch nur wenig Anerkennung schenken.

Selbstvertrauen ist ansteckend

Menschen, die als Trainer, Coach oder als Speaker mit Menschen arbeiten, sollten in meinen Augen selbst selbstbewusste Menschen sein, einmal im Sinne von Vorbild und zum anderen ist Selbstvertrauen einfach ansteckend.
Wer ist für Sie Vorbild für selbstbewusstes Auftreten bzw. Selbstvertrauen? Suchen Sie sich Menschen, die in Ihren Augen ein gesundes Selbstvertrauen haben und lassen Sie sich von diesen infizieren.
Überlegen Sie mal, wenn Sie in ein Team kommen und wollen mit diesem Team arbeiten und Sie merken, dass wenig Vertrauen und Selbstvertrauen vorhanden ist, wie schwer ist es mit so einem Team zu arbeiten?

Auswirkung und Konsequenzen von Selbstvertrauen

Zu mir kommen viele Frauen ins Coaching und in die Vorträge, die sich mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wünschen. An der Stelle ist der sogenannte Öko-Check ganz wichtig. Was sind mögliche Auswirkungen und Konsequenzen von mehr Selbstvertrauen in meinem Leben? Das kann sein: Neid, Freunde wollen nichts mehr mit einem zu tun haben, der Partner verlässt einen … Ab dem Moment, wo der Partner spürt, dass man selbst mehr Selbstvertrauen entwickelt hat, dann wird man sicher mit weniger Wünschen auf den Partner zugehen brauchen. Er wird dann schon mal antworten: „Hey, das kannst du auch ganz gut ohne mich erledigen.“

Selbstvertrauen ist deine Entscheidung

Das Leben ist ein Auf und Nieder immer wieder. Wo lernen wir am meisten? Genau, in den Tälern und Sümpfen des Lebens und du entscheidest, ob du dort hängen bleiben magst und eventuell ganz absaufen magst, ob du, wenn du buchstäblich auf die Schnauze gefallen bist, wieder aufstehst, einen neuen Anlauf wagst oder ob du dich eben einschüchtern lässt. Mir hilft hier einfach das Tripple-A.
Das erste A steht für Akzeptieren, dass ich heute nicht genug Selbstvertrauen hatte oder nicht genug Erfahrungen, der oder die schlechtere war, mich nicht gut genug verkauft habe.
Das zweite A steht für Analysieren. Was habe ich aus dem, was passiert ist, zu lernen und was habe ich ab sofort verstärkt zu trainieren bzw. wo bekomme ich die inneren und äußeren Ressourcen her, die ich benötige, um meine Ziele zu erreichen. Du hast sicher schon öfters die Erfahrung gemacht, dass man auch aus solchen Tälern durchaus stärker herausgeht als man hineingegangen ist.
Das dritte A steht für Abhaken.

Lass dir Zeit, sei geduldig mit dir selbst und sei einfach du selbst.

© Antje Heimsoeth

Kommen Sie zu uns ins Coaching oder eine Mental Ausbildung. Wir erarbeiten für Sie ein individuelles Konzept für Ihren Erfolg, Lebensfreude und Selbstvertrauen.

Weitere Tipps und Impulse können Sie im Bestseller „Chefsache Kopf. Mit mentaler und emotionaler Stärke zu mehr Führungskompetenz“ von Antje Heimsoeth nachlesen. Mehr zum Buch finden Sie hier:  https://chefsache-kopf.de/

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