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Mentale Fähigkeiten, die einen mental starken Reiter ausmachen: Ihre Toolbox

Mentale Fähigkeiten, die einen mental starken Reiter ausmachen: Ihre Toolbox - Antje Heimsoeth

Wie bereiten Sie sich auf ein Turnier vor, um Ihr Bestes zu geben? Welche Tools verwenden Sie, um sich beim Reiten und Fahren zu konzentrieren und im Hier und Jetzt zu bleiben?

Nahezu alle Trainer und Sportler stimmen darin überein, dass mindestens 50% eines guten Trainings/Ritts geistiger Natur sind. Sind sie jedoch wie die meisten Sportler, so wenden Sie kaum 5% Ihrer gesamten Trainingszeit dafür auf, um Ihre mentalen Fähigkeiten zu kultivieren.

Haben Sie schon mal mental trainiert? Nein? Okay, ich stelle die Frage anders: Haben Sie sich schon einmal vor einem Turnier irgendwelche Gedanken gemacht??

„Na klar!“, werden vielleicht jetzt sagen … aber: Allein dieses »sich-Gedanken-Machen« ist bereits mentales Training – nur halt sehr unsystematisch durchgeführt.

Spüren Sie auch manchmal diese Gedankenmühle, die unablässig in Ihrem Hirn abläuft? Dabei sind ei­gentlich gar nicht wir es, die denken. „Es“ denkt! Denn die Gedanken kommen, wenn sie es wollen – nicht, wenn wir es wollen. Die Inder nennen es „Affenge­schnatter“; amerikanische Psychologen sprechen vom „Awfulizing“ – schreckliche Gedanken immer schrecklicher machen.

Am deutlichsten hört man seine eige­ne Gedankenmühle, wenn man abends im Bett liegt und nicht sofort einschläft. Oft richten wir dann inner­lich mit Gott und der Welt, kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen und ma­len uns aus, was alles hätte passieren können. Manchmal hindern uns diese negativen Überlegungen lange am Ein­schlafen. Natürlich laufen die unkontrol­lierten Gedanken auch dann weiter, wenn wir schlafen – und erst recht, wenn wir träumen. Der innere Dialog läuft rund um die Uhr.

90 Prozent unserer Gedanken sind wirr und undiszipliniert. Sie kennen das: Sie können jetzt beispiels­weise nicht an einen rosaroten Elefanten. Allein die Tatsache, dass Sie die­se Worte gerade gelesen haben, ruft das Bild in Ihnen hervor. Die Qualität un­seres inneren Dialoges – ob also unsere unkontrollierten Gedanken vornehmlich negativ oder positiv sind – bestimmt ganz entscheidend über Erfolg und Le­bensglück!

Im heutigen Blogartikel helfe ich Ihnen dabei, eine Bestandsaufnahme dessen zu machen, was Sie bereits in Ihrem Werkzeugkasten für mentale Fähigkeiten haben.

Mentale Fähigkeiten, die einen mental starken Reiter ausmachen: Ihre Toolbox

Mentale Fähigkeiten – Erfolgsfaktoren

Manchmal stehen sich Reiter auch selbst im Weg: Stress, Ängste, zu hoher Erwartungsdruck oder mentale Blockaden verhindern, dass sie ihre reiterlichen Ziele erreichen.
Antje Heimsoeth richtet sich mit Ihren Tools an all diejenigen, konzentrierter reiten wollen, die Stress, Druck und Ängste besser bewältigen wollen, ihre Gedanken und Gefühle kontrollieren und ihre Motivation steigern wollen. Denn: Die Pferde sind gut. Bei guten Reitern entscheidet die mentale Stärke oft über Sieg bzw. Platzierung.

Wenn der Reiter nicht trainiert, dann hilft auch das mentale nichts. Ebenso kann der Reiter noch so viel trainieren, wenn es im Kopf nicht stimmt, wird es auch nicht klappen.

Mentaltraining zeigt vielfältige Wege auf zur Stärkung des Selbstwerts und Selbstvertrauens. Der Reiter lernt im Mentalcoaching, Ressourcen zu nutzen, zu denen er keinen Zugang mehr hatte, und hat letztlich wieder einfach mehr Spaß und Selbstvertrauen beim Reiten. Und damit auch mehr Erfolg – ganz gleich, ob im reiterlichen oder beruflichen Alltag bzw. in einer Turnierprüfung.

Um erfolgreich Turniere zu reiten, braucht es …

  • Rituale und Routinen,
  • genug Schlaf
  • eine gesunde Ernährung
  • Visualisieren der Dressuraufgabe bzw. des Parcours
  • Konzentration, Fokus
  • die positiven Dinge sehen statt „Was wäre wenn“
  • Growth Mindset
  • Zeit für sich allein haben, um sich auszuruhen und zu entspannen
  • Motivation
  • Gelassenheit, Ruhe
  • Flow, ILZ
  • Entspannung als größter Gegenspieler zu Angst, Entspannungen zwischen Ritten und Prüfungen
  • Selbstvertrauen, denn Selbstvertrauen ist das A & O für Erfolg.

Zu mentalen Fähigkeiten gehören zum Beispiel:

  • Stellen Sie sich Ihren Kurs/Parcours/Dressuraufgabe/Fahrt vor, bevor Sie diese reiten (Visualisierung)
  • Atmen Sie tief in den Bauch, wenn Sie nervös sind (Energiemanagement, Umgang mit Lampenfieber)

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  • Führen Sie ein Erfolgs- oder Leistungstagebuch, um Ihre Ritte zu analysieren? (Zielsetzung und Reflexion)
  • Ermutigen Sie sich selbst mit positiven und handlungsleitenden Geadnken (positives Selbstgespräch / Affirmationen)
  • Machen Sie sich Ihre reiterlichen Fähigkeiten, Stärken und positiven Eigenschaften bewusst (Stärken stärken)
Weiterlesen: Mental-Training für Reiter & Trainer: Positive Affirmationen

Wenn Sie erfahren und verstehen, welche mentalen Fähigkeiten für Sie funktionieren, können Sie sie konsequenter und gezielter einsetzen und darauf achten, dass sie fein abgestimmt und ausgefeilt sind.

Identifizieren Sie Ihre mentalen Fähigkeiten

Denken Sie über einige Ihrer besten Ritte im Training und auf Reitturnieren in letzter Zeit nach. Notieren Sie für jede Erinnerung den genauen Ort, die konkrete Situation, Ihr Verhalten und das, was passiert ist. Erleben Sie die Erinnerung im Kopfkino für ein paar Minuten noch einmal. Genießen Sie die Situation und spüren Sie die positiven Emotionen, die mit der Erfahrung verbunden sind.

Tauchen Sie noch tiefer in jede Erinnerung ein und fragen Sie sich, an welches Mindset Sie sich bei diesen Ritten erinnern können und wie Sie sich auf die Situation vorbereitet hatten.

  1. Was haben Sie konkret gemacht, bevor Sie aufgestiegen sind?
    Beispiele: Visualisierung der Höhepunkte Ihres letzten Ritts
  1. Worauf haben Sie sich vor, während und/oder nach dem Ritt konzentriert, das möglicherweise zu Ihrem Erfolg beigetragen hat?
    Beispiele: Bauchatmung + „Wir schaffen das!“ oder „Ich freue mich auf meinen Ritt.“
  1. An welche körperliche Vorbereitung erinnern Sie sich (Aufwärmen, Ernährung, Trinkverhalten, Energieniveau, Körpergefühl, usw.)?
    Beispiele: Gymnastik und Dehnungsübungen, Ausfallschritte, Arme kreisen; eine Banane gegessen usw.
  1. Wie sind Sie konzentriert geblieben?
    Beispiele: Zielorientierung
  1. Welche anderen Faktoren sind Ihnen in Erinnerung geblieben, von denen Sie glauben, dass sie Ihnen an diesem Tag geholfen haben, gut zu reiten?
    Beispiele: Ihr Lieblingslied kam auf dem Weg zum Reitturnier im Radio, Sie haben Ihr Handy im Auto gelassen usw.
  1. Wie und wozu haben Sie die Pausen auf dem Turnier genutzt?
    Beispiele: Entspannung, Ihre Lieblingsmusik hören, viel lachen (bewirkt sofortige Entspannung), Ihre Gedanken und Gefühle ordnen, neue Energie tanken. Aktive Entspannung der Muskeln (anspannen der Muskeln, loslassen und damit alles Negative wegfallen lassen). Positive Selbstgespräche. Trinken und evtl. etwas essen.
  1. Wie kamen Sie in den Flow, wie blieben Sie im Flow-Zustand?
    Beispiele: Handeln im „Hier und Jetzt“: Konzantration auf die Ausführung z.B. der Dressuraufgabe. Eigenlob, Selbstermutigung. Physiologische Ebene: Ruhebild (Beispiel weißer Strand, auf einem Segelschiff, Sonne, Palmen), Aktivierungsatmung.
  1. An welche Reaktionen nach einer Prüfung erinnern Sie sich?
    Nach einer guten Prüfung: innerliches Eigenlob, positive Emotion für den nächsten Ritt im Fluss halten.
    Nach einer Prüfung mit einem negativen Resultat: mit Bewegung alles Negative abschütteln, gemachte Fehler sofort imaginär wiederholen und dieses Gefühl auf sich wirken lassen. Wasser trinken. Evtl. etwas an der Ausrüstung ändern.
  1. Wie haben Sie das Turnier nachbearbeitet und die erbrachten Leistungen ausgewertet?
    Besipiel für die Phase der unmittelbaren Turniernachbearbeitung: Positive Erfahrungen aus dem Turnier mental speichern. Ziele: Gefühle verarbeiten, seelisches Gleichgewicht wieder finden. Beispiele: Gespräch, Kneipe, Ruhe, Ausgleichssport, …)

Nehmen Sie sich beim Überprüfen Ihrer Antworten einen Moment Zeit, um all diese Erinnerungen zu schätzen. Sie sind Beispiele dafür, wie Sie sich als Reiter selbst gut unterstützen – toll gemacht! Wenn Sie diese Erinnerungen identifizieren und verstehen, wie diese Ihnen geholfen haben, können Sie diese konsequent nutzen.

Mentale Fähigkeiten – Organisieren Sie sich

Nutzen Sie eine Checkliste zur Vorbereitung z.B. für die Meisterschaft

Hand aufs Herz: Die Nerven liegen blank. Haben Sie dann schon Teile Ihrer Ausrüstung vergessen oder falsche Sachen eingepackt? Mir ist dies schon passiert.
Konsequenzen daraus: Der Reiter gerät in Panik und muss danach erst wieder seine Selbstbeherrschung finden. Und einen anderen hoffentlich großzügigen Mitstreiter oder Teamkameraden bitten, ihm ein Teil für ihn ungewohnte Ausrüstung zu leihen. Wenn wir Pech haben, schwächt dieses Versehen oder Vergesslichkeiten noch unser Image, was wiederum zu vermindertem Selbstvertrauen und weniger Überzeugung führt – eine nicht gerade günstige Ausgangsposition kurz vor einer Prüfung.
Daher rate ich Ihnen zu einer Check- oder Packliste, damit der Turniertag nicht im Chaos endet. Ein Beispiel für eine solche Checkliste finden Sie in meinem Buch „Mental-Training für Reiter“. Diese spätestens am Abend vorher prüfen!

Wollen Sie Ihre bereits vorhandene großartige Toolbox weiter verfeinern und Ihrer Toolbox neue Tools hinzufügen? Dann kommen Sie doch ins Seminar „Reiten im Kopf®“: https://www.heimsoeth-academy.com/mental/mentaltraining-fuer-reiter-und-trainer/

© Ihre Antje Heimsoeth

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