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30. Juli 2021
Über meine Arbeit mit Olympia-Athleten - Antje Heimsoeth
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4. August 2021

13 effektive Tipps, mehr Selbstvertrauen aufzubauen

13 effektive Tipps, mehr Selbstvertrauen aufzubauen - Antje Heimsoeth

Selbstvertrauen ist das A & O für Erfolg. Der Glaube daran, dass Sie etwas tun oder erreichen können, ist der erste Schritt, um Ziele zu erreichen. Was die meisten Menschen hindert, ist, dass sie die Hindernisse auf dem Weg zum Ziel nicht überwinden können, das Unbekannte fürchten oder sich nicht vorstellen können, was durch Handeln, Fleiß, Geduld und dem Wunsch möglich ist, das konsequent zu verfolgen, was sie wirklich wollen.

Es muss zu einem Ritual werden, zu einer täglichen Gewohnheit, eine Verpflichtung mit sich selbst, das eigene Selbstvertrauen weiterzuentwickeln.

13 Wege, wie Sie nachhaltiges Selbstvertrauen aufbauen können:

Tipp #1 für mehr Selbstvertrauen

Tun Sie alles, was ein Mensch voller Selbstvertrauen macht und Sie fühlen sich voller Selbstvertrauen.
Diese Technik ist trainierbar, sodass wir sie jederzeit in Sekundenschnelle abrufen können. Dann reagieren und handeln wir voller Selbstvertrauen.

Beginnen Sie jetzt:

Stellen Sie sich nun vor Ihrem inneren Auge eine Situation vor, in der Sie mehr Selbstvertrauen brauchen. Die Aufgabe lautet: Tun Sie so als ob Sie sich jetzt in dieser Situation befänden und in dem Gefühlszustand, den Sie anstreben, denn dann werden Sie das gewünschte Gefühl verspüren. Hier einige Tipps:

  • Richten Sie sich auf, stellen Sie sich gerade hin.
  • Atmen Sie tief durch.
  • Straffen Sie die Schultern und nehmen diese ein wenig nach hinten bzw. zurück.
  • Erheben Sie Ihren Kopf, richten Sie Ihren Blick nach vorne.
  • Richten Sie sich zu Ihrer vollen Größe auf.
  • Suchen Sie einen guten Bodenkontakt über den gesamten Fuß.
  • Lockern Sie Ihre Gesichtsmuskulatur.
  • Lächeln Sie freundlich, machen Sie Scherze.

Beobachten Sie, wie Ihr Selbstvertrauen dabei steigt. Wiederholen Sie diesen inneren Film so oft, bis er so reibungslos abläuft, dass Sie sich voller Selbstvertrauen fühlen.

Tipp #2 für mehr Selbstvertrauen

Körpersprache
Wann haben Sie sich zuletzt in einer Hochstimmung befunden? Ihre Körperhaltung ist automatisch eine aufrechte. Sitzen Sie aufrecht und halten Sie Blickkontakt. Bewegen Sie sich zielgerichtet. Ihre Stimme – kräftig und bestimmt. Sie strahlen und lachen andere Menschen an. Sie fühlen sich energiegeladen und voller Selbstvertrauen. Und wenn wir uns voller Selbstvertrauen fühlen, demonstrieren wir auch Selbstvertrauen.

Es gibt viel Forschung darüber, wie sich unsere Physiologie (das ist unser Körper und unsere körperlichen Bewegungen) auf unser Gehirn, Wärmeverteilung im Körper, unsere Stimmung und unser Verhalten auswirkt. Wenn wir zum Beispiel nicht lächeln, nicht aufrecht stehen und keinen Blickkontakt halten, werden wir uns wahrscheinlich nicht so großartig oder voller Selbstvertrauen fühlen. Auf der anderen Seite, wenn wir lächeln, uns gut kleiden und zielgerichtet bewegen, werden wir uns viel sicherer in uns selbst fühlen.

>> Buchempfehlung: Embodiment – Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Storch, Cantieni, Hüther, Tschacher. Verlag Hans Huber, 2006. ISBN 3-456-84323-2 <<

Tipp #3 für mehr Selbstvertrauen

Vorbilder und Mentoren
Finden Sie Menschen, die auf einer ähnlichen Reise weiter fortgeschritten sind wie Sie und ein hohes Maß an Selbstvertrauen haben. Erweitern Sie Ihr Netzwerk und bitten Sie um Hilfe.

„Du bist der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“
Zig Ziglar

Die Menschen, mit denen Sie Zeit verbringen, beeinflussen Ihre Gedanken und Einstellungen über sich selbst mehr als Sie denken. Wenn Sie sich nach gemeinsam verbrachter Zeit mit einer bestimmten Person schlecht fühlen, ist es möglicherweise an der Zeit, sich von dieser Person zu verabschieden.

Tipp #4 für mehr Selbstvertrauen

Seien Sie freundlich zu sich selbst
Selbstmitgefühl bedeutet, sich selbst mit Freundlichkeit zu behandeln, auch wenn Sie einen Fehler machen, versagen oder einen Rückschlag erleben.
Forscher haben die Fähigkeit, sich auf eine mitfühlende Weise auf uns selbst zu beziehen, mit Selbstvertrauen in Verbindung gebracht.

Tipp #5 für mehr Selbstvertrauen

Körperliche Fitness
Die Endorphine, die beim Sport freigesetzt werden, sind Wohlfühlhormone.

Tipp #6 für mehr Selbstvertrauen

Identität
Identität ist das Ergebnis der Geschichte, die Sie sich selbst erzählen. Es ist diese Identität, die Ihr Verhalten und Mindset prägt, und Ihr Verhalten wird im Laufe der Zeit zu Ihren Ergebnissen führen. Wie könnten Sie sich selbst eine bessere und positivere Geschichte erzählen? Was zu anderen Ergebnissen führen wird.

Tipp #7 für mehr Selbstvertrauen

Blockierende Überzeugungen – sie lähmen
Die Überwindung dieser einschränkenden Überzeugungen beginnt damit, dass wir unsere Gedanken hinterfragen und uns darauf konzentrieren, was wir tun können, und uns den Dämonen zu stellen, die uns daran hindern, neue Dinge zu erleben.

Tipp #8 für mehr Selbstvertrauen

Fortschritte machen
Nicht wenige Menschen neigen dazu, selbstkritisch mit sich umzugehen und das Augenmerk vor allem auf die eigenen Defizite zu richten. Das schenkt uns aber in herausfordernden Situationen – und solchen sind Sie als Führungskraft oft ausgesetzt – keine Kraft. Sich hingegen auf die eigenen Stärken und bereits verbuchte Erfolge zu besinnen, nutzt uns als Kraftquelle, weil es u.a. positive Gefühle freisetzt. Deshalb lohnt es auch hier, ein wenig Zeit zu investieren, um ein Erfolgstagebuch zu führen. Damit verinnerlichen Sie sich die Erfolgserlebnisse nachhaltig.
Diese Übung können Sie auch für Ihr Team nutzen, indem Sie die gemeinsam erzielten Erfolge des Teams in einem für alle zugänglichen Dokument erfassen, z.B. in Form einer PowerPoint-Präsentation, die Sie vor wichtigen Herausforderungen dem Team zur Motivation und Unterstützung zeigen.

Tipp #9 für mehr Selbstvertrauen

Ziele setzen
Setzen Sie sich wöchentliche, monatliche und jährliche Ergebnis-, Haltungs- und Handlungsziele, die Sie reizen und anspornen. Wer keine Ziele hat, kann nirgendwo ankommen, kann keine konkreten Pläne verfolgen und seltener Erfolge verbuchen, was sich wiederum auf das Selbstvertrauen und den eigenen Energiehaushalt auswirkt. Zielarbeit ist der erste, enorm wichtige Schritt im Mentaltraining. Ohne Ziele generieren wir kein Wachstum, sprich keine Weiterentwicklung. Oliver Kahn sagt dazu: „Man kann nicht nicht wachsen. Sie haben schon recht, wenn sie protestieren. Natürlich kann man auch ‚schrumpfen‘. Was ich meine, ist: Man sollte nicht schrumpfen wollen. Man sollte nicht mal ‚auf der Stelle treten‘ wollen. Denn bereits ‚Nullwachstum‘ zähle ich dem Schrumpfen zu. Nur wer sich bewegt, kann auch wachsen.“ (Kahn, 2010).

Weiterlesen über Vision & Ziele: Antje Heimsoeth (2017) Kopf gewinnt! SpringerGabler. Auflage: 2

Das Erreichen Ihrer Ziele ist eine Einzahlung auf Ihr Selbstvertrauenskonto. Ziele geben Ihnen Richtung und Fokus, so dass Sie mit den wichtigen Dingen weitermachen können, anstatt über Aufgaben zu sitzen, die Sie nicht ans Ziel bringen.

Weiterlesen: SMART-Ziele
Tipp #10 für mehr Selbstvertrauen

Fehler passieren jedem von uns

„Der Erfolg eines Menschen setzt sich aus seinen Fehlschlägen zusammen.“
Ralph Waldo Emerson

Ihre letzte Präsentation ist gescheitert? Ein Kundengespräch nach dem anderen floppt? Kein Grund zum Jammern. Ich kenne keinen erfolgreichen Menschen, der nicht mehrmals während seiner (beruflichen oder sportlichen) Karriere gescheitert wäre. Scheitern ist wichtig, Scheitern hilft, voran zu kommen und zu wachsen. „Wir lernen fast nur durch das Scheitern. Wir Menschen sind so veranlagt, dass wir nur dann lernen, wenn wir einen Dämpfer kriegen”, äußert sich Extrembergsteiger Reinhold Messner zum Nutzwert des Scheiterns. „Wir Menschen lernen durch Versuch und Irrtum.“ (Ruhland und Steigenberger, 2010). Das Scheitern ist nach Messner ein notwendiger Teil des Lern- und Erfahrungsprozesses von Menschen, ohne den keine persönliche Entwicklung möglich ist. Es bildet somit die Grundlage aller späteren Erfolge. Und obwohl uns Fehler eine Chance zum Lernen bieten, ist die Angst davor, einen Fehler zu begehen, meist groß.

Kaum jemand begeht Fehler absichtlich. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas falsch zu machen! Oder richtig zu machen und trotzdem zu scheitern. Kein Mensch ist frei von Fehlern oder frei von Niederlagen, ob im Sport oder Beruf. Unser Leben verläuft nicht linear steil nach oben. Stattdessen besteht unser Leben aus einem Auf und Ab, aus Tälern (Krisen und Niederlagen) und Gipfeln. Und gerade in den Tälern sammeln wir Erfahrungen und Erkenntnisse. Woraus haben Sie bisher in Ihrem Leben mehr gelernt – aus Handlungen, die glatt liefen oder aus Handlungen, die nicht zum gewünschten Ergebnis führten? Ohne das Durchschreiten von Tälern ist Lernen kaum möglich. Würden wir uns stets nur auf den Gipfeln der Berge befinden, verlören wir zudem den Bodenkontakt. Wie sollte es dann möglich sein, Glück und Zufriedenheit zu empfinden und den Erfolg zu schätzen wissen, wenn man nie die Kehrseite der Medaille, die Tiefen des Lebens, kennenlernt? Erlauben Sie sich, Fehler zu machen? Stecken Sie nach Niederlagen zurück oder geben gar auf? Oder wollen Sie es dann erst recht wissen? Haben Sie Vertrauen zu sich selbst und zum Leben? Erlauben Sie sich, zu lernen?

13 effektive Tipps, mehr Selbstvertrauen aufzubauen

Tipp #11 für mehr Selbstvertrauen

Nutzen Sie positive Selbstgespräche (Affirmationen)
Positive Selbstgespräche können Ihnen dabei helfen, Selbstmitgefühl zu fördern, Selbstzweifel zu überwinden und neue Herausforderungen anzunehmen. Auf der anderen Seite können negative Selbstgespräche Ihre Fähigkeiten einschränken und Ihr Selbstvertrauen schmälern, indem Sie Ihr Unterbewusstsein davon überzeugen, dass etwas „zu schwer“ ist und Sie es „nicht einmal versuchen sollten“.

Weiterlesen: Die Kraft der Affirmationen
Tipp #12 für mehr Selbstvertrauen

Sozialer Rückhalt und moralische Unterstützung durch Freunde, Partner, Familie.
„Es ist einfacher, an sich selbst zu glauben, wenn andere es tun!“ (Railo, W., Storck, M. 1986)

Positive Rückmeldungen von Partnern und Kollegen. Freunde, die Ihnen verzeihen, dass Sie wenig Zeit für sie haben. Ein paar bewusst ge­wählte Worte, ein Schulterklopfen oder eine Umarmung von einem Familienmitglied können Ihnen Ihre Angst vor Versagen nehmen.
Eltern können Teil des Problems oder Teil der Lösung sein. Menschen, die liebevolle Unterstützung von ihren Eltern erhalten, werden viel eher Herausforderungen meistern und Ziele erreichen als jene, die versuchen müssen, die elterlichen Träume zu erfüllen.
Der „amerikanische Football-Quarterback Dan Marino hatte das Glück, dass sein Vater ihm immer kleine Zettelchen schrieb, auf denen stand: „Ich liebe dich – bei Sieg und Niederlage.““ (Bill Beswick. 2011, S. 51)

Literatur: BESWICK, B.: Mental gewinnen. Erfolgsfaktoren im Fußball, onLi-Verlag, Leer, 2011.

Tipp #13 für mehr Selbstvertrauen

Persönliche Bilder zum Selbstbewusstsein
Finden Sie spontan eigene Bilder und Assoziationen von Selbstvertrauen, indem Sie den Namen eines Tieres, Objektes  oder Gegenstandes, z.B. Bullterrier, Berg, Eiche, Carl Lewis, Tiger, Husky, druchdringender Blick, grinsendes Gesicht, … aufschreiben. Sie müssen sich niemand gegenüber rechtfertigen, wieso Sie gewählt haben, was Sie gewählt haben. Dann wählen Sie das beste Bild aus und beschreiben Sie es genauer. Welche Qualitäten, Eigenschaften und Stärken hat er / sie oder es, welche für Sie Selbstvertrauen ausdrücken? Nehmen Sie sich für diese Übung ausreichend Zeit.

Der Glaube an uns selbst und das Vertrauen in unsere Fähigkeiten kann uns helfen, mehr zu erreichen.

Alles Gute
© Ihre Antje Heimsoeth

Kommen Sie zu mir ins Coaching oder eine Mental Ausbildung. Ich erarbeite für Sie ein individuelles Konzept für Ihren Erfolg, Lebensfreude und Selbstvertrauen.

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