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Sportmentaltraining: Mein imaginärer Schutzraum (Visualisierung)

Sportmentaltraining: Mein imaginärer Schutzraum (Visualisierung) - Antje Heimsoeth

Inwieweit beeinflussen mich andere? Und wie gehe ich damit um? Wer steht in meinem Geiste am Start? Manchmal ist es so, dass wir etwas nicht konzentriert machen, da unsere Wahrnehmung und unsere Sinne von dem, was wir tun, abgelenkt sind. Z.B. wenn wir immer wieder vor unserem inneren Auge einen mit Angst besetzten Film ablaufen lassen, unser Körper „Stress“ signalisiert oder wir gar unsere ganze Aufmerksamkeit auf Zuschauer und andere Sportler richten. Beim „Modellieren“ (Abkupfern von Lösungsstrategien) einiger sehr guter Sportler habe ich herausgefunden, dass diese, wenn sie in Aktion treten, eine Art imaginären Schutzraum um sich herum visualisieren, in den keinerlei Ablenkung einfließen kann.

Dieser imaginäre Schutzraum kann den Sportler vollständig abschirmen und als Abgrenzung dienen. Das ermöglicht ein konzentriertes und ungestörtes Agieren.
Beispiele: Bunter Ball mit Ventil, Blase, Käseglocke, Schutzmantel, -anzug, Schutzschild, Glasscheibe oder Glocke.

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In entsprechenden Situationen kann dieser imaginäre Raum mental modifiziert werden, um ein bestimmtes gewünschtes Ergebnis zu erreichen – je nachdem, was du für dich in dem Moment benötigst:

  • Aufladen mit Energie und Schwung
  • Herstellen von Ruhe und Sicherheit

Übung: Der imaginäre Raum
Gehe in einen Entspannungszustand.

Jetzt, da du hier sitzt während du den Boden unter deinen Füßen spürst und bestimmte Erwartungen an das, was jetzt kommen mag, hast – oder dich vielleicht eher überraschen lassen möchtest, könntest du dich einfach noch mal zurechtrücken. Und während du die Veränderungen um dich herum wahrnimmst, fragst du dich vielleicht, woran du merken wirst, wie dir diese Anleitung ein Geschenk und Unterstützung sein kann und wird – ob du es an deinem veränderten Körperempfinden merken wirst – und wie du gerade die Spannung in deinen Schultern spürst und dich noch bequemer hinsetzen kannst.

Es ist nicht notwendig, dass du die Augen schließt… aber viele genießen es mehr mit geschlossenen Augen … und du wirst gespannt darauf sein, welches Mehr an Möglichkeiten auf dich wartet. Und da du das alles weißt, kannst du dir erlauben, die Augen zu schließen in dem angenehmen Wissen, dass du nichts tun musst, sondern dich einfach auf diese  Erfahrung einlassen darfst – in dem Wissen, dass diese Erfahrung dich trägt … und dass der überwiegende Teil deiner Lebensfunktionen wie der Herzschlag, die Darmperestaltik, Erinnern und Vergessen, Lernen und Nichtlernen, deine Körpertemperatur, die du ständig wahrnimmst .. und auch nicht wahrnimmst … völlig automatisch von deinem Unbewussten gesteuert wird.

Nimm wahr, wie sich dein Atemrhythmus verändert und du noch mehr loslassen kannst. Vielleicht kannst du auch jetzt schon feststellen, wie sich ein Gefühl von Behaglichkeit in dir ausbreitet … dich durchströmt …

Visualisiere einen für dich sicheren und schönen imaginären Raum. Mache dir ein inneres Bild z.B. eines unsichtbaren, dichten Schutzmantels, -anzugs, einer Blase, Hülle, Zwiebel oder Glocke um dich herum.

  • Wenn der Raum eine Farbe hätte, welche Farbe hat er dann?
  • Und wenn zur Farbe ein Licht passen würde, welches Licht passt dann dazu?
  • Und wenn zu der Farbe und dem Licht ein Klang passen würde, wie klingt dann der Raum?
  • Und wenn zu der Farbe, dem Licht und dem Klang ein Geruch passen würde, welcher Geruch passt dazu – und welcher Geschmack?
  • Und wenn du dir die Farbe, das Licht, den Klang, den Geruch und Geschmack noch einmal ganz intensiv vergegenwärtigst, dann erlebst du auch ganz intensiv das Gefühl, das dazu gehört.
  • Ist dieses Gefühl im ganzen Körper gleichmäßig zu spüren oder gibt es einen Bereich, wo es besonders intensiv ist. Wenn ja, berühre diesen Bereich und verankere das Gefühl auf diese Art und Weise.
  • Lasse deinen Körper und Raum ganz erfüllen und umhüllen von dem eben Erlebten.

Achte darauf, dass dieser Raum vollständig geschlossen ist. Dieser Raum muss nicht am Boden aufhören. Fülle diesen Raum mit der Atmosphäre, die für dich genau das symbolisiert, was du brauchst, um erfolgreich, erfahrbar, konzentriert und effektiv deinen Sport auszuüben.

Gestalte die Atmosphäre in deinem Raum so, dass nur die Informationen und Gefühle von außen, z.B. vom Trainer, Mannschaftskamerad, Freund/in bei dir ankommen, die du an dich heran kommen lassen willst und die gleichzeitig alles fernhält, was draußen bleiben soll.

Setze Erlebnissonden:
Ich darf Fehler machen – Fehler sind Helfer. Es ist völlig in Ordnung, eigene Meinungen und Gefühle zu haben und diese auch zu äußern. Ich lasse los. Locker geht es besser.

Nimm in Gedanken deinen „Schutzmantel“, deinen Ball oder Glocke voll und ganz wahr, und höre die Stimmen von außen, spüre Gefühle und Informationen, die von außen auf dich einwirken. Spüre nach, was sich verändert hat. Treibe so deinen Sport im Kopf.

Future pace:
Gehe in eine zukünftige Situation, z.B. an den Start mit Teamkameraden, die dir beim Start zusehen – eingehüllt in diesen Schutzmantel/ Schutzschild, Glocke, Ball, Blase – und erlebe diese Situation.

© Ihre Antje Heimsoeth

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Was ist eigentlich Sportmentaltraining ? – https://www.heimsoeth-academy.com/was-ist-eigentlich-sportmentaltraining-und-coaching
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Techniken für den Umgang mit der Angst

Termine
Seminare Sportmentaltraining: https://www.heimsoeth-academy.com/seminare-sport-mental-training/
Ausbildung zum Sport Mental Coach, ECA: https://www.heimsoeth-academy.com/mental/sport-mental-coach-ausbildung/

Buch
„Sportmentaltraining“ mit einem Vorwort von Oliver Kahn: https://sportmentaltraining-antje-heimsoeth.de/

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