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Gesundheit beginnt (auch) im Kopf

Gesundheit beginnt (auch) im Kopf - Antje Heimsoeth

Chronischer Stress ist die Ursache Nummer eins sämtlicher Arztbesuche, fanden Wissenschaftler der Harvard Medical School heraus. Oft geht der Patient mit Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Migräne oder Herzbeschwerden zum Arzt, ohne dass der zugrunde liegende Stress berücksichtigt wird. Dauernder Stress verringert unsere Lebensqualität, stört unseren Gehirnstoffwechsel, kann Auslöser vieler Krankheiten sein und bringt das Zusammenspiel der Hormone durcheinander: Die Nebennieren produzieren im Übermaß das Stresshormon Cortisol, gleichzeitig drosselt der Körper die Versorgung mit den so genannten Stimmungshormonen Serotonin, Dopamin und Noradrenalin und der Mensch fühlt sich noch schlechter, gestresster.

Gerade bei stressbedingten Erkrankungen sollten wir auf unsere ureigenen Selbstheilungskräfte vertrauen. Denn oft ist es der eigene Kopf, sprich, ein negatives, destruktives und defizitorientiertes Denkmuster, das uns in Stress versetzt: „Reiß´ dich zusammen, andere schaffe ihr Pensum auch!“ denken wir, wenn wir trotz Grippe im Anflug ins Büro hetzen. „Meine Arbeit bringt mich noch um… ich weiß nicht mehr, wie ich das schaffen soll“, hämmert es im Kopf und dennoch schieben wir Überstunden. Gleichzeitig plagt uns das schlechte Gewissen, weil wir uns zu wenig um den Partner, die Familie kümmern …  wieder steigt der Stresspegel.

Ob es um Krankheit im Zusammenhang mit Stress geht oder um die Genesung von anderen Erkrankungen: Eine veränderte Denkweise kann der erste Schritt hin zur Selbstheilung sein. Dass diese ihren Ausgang in unserem Kopf nimmt, ist inzwischen auch wissenschaftlich bewiesen. Englische und US-Studien zeigten: Wer entspannt und zufrieden ist, sich wohlfühlt, produziert weniger Cortisol – der Körper glücklicher Menschen befindet sich also nicht in ständiger „Alarmbereitschaft“. Für tiefe Entspannung und für eine Gedanken-Pause sorgt zum Beispiel Meditation. Regelmäßige Meditation steigert die Zahl der Antikörper im Blut um bis zu 25 Prozent, Entzündungsprozesse im Körper bessern sich (z.B. im Darm), Herzpatienten brauchen weniger Medikamente. Lachen reduziert laut den Wissenschaftlern sogar das Herzinfarktrisiko um die Hälfte.

Heilung kann beginnen, wenn wir zunächst bewusster mit unseren Gedanken umgehen. Kündigen sich negative Gedanken an, sofort mit einem lauten oder gedachten „Stopp!“ unterbrechen. Evtl. mehrmals hintereinander „STOPP! STOPP! STOPP! STOPP!“ rufen. Sie können zusätzlich noch mit einer Hand auf Ihren Oberschenkel klopfen (Anker). Atmen Sie dabei ruhig ein und aus. Formulieren Sie den negativen Gedanken unmittelbar in einen positiven, unterstützenden Gedanken um: „Ich habe eine Grippe und mein Körper braucht eine Auszeit. Es ist mir egal, was die anderen im Büro denken – besser ist es für sie, einen auskurierten Kollegen zu haben.“ Trainieren Sie diese positiven Umformulierungen. Verfestigen Sie Ihre neue Denkweise mit Affirmationen, also bejahenden, aufbauenden, kurzen Sätzen wie „Ich bin wichtig – meine Gesundheit ist wichtig“. Schreiben Sie sie auf, sprechen Sie sie so oft wie möglich! Die Sätze müssen in Ihnen eine positive Emotion auslösen.

Wer Stress reduzieren will oder sich von Krankheit erholen muss, braucht außerdem regelmäßige und effektive Entspannungsübungen: Mit Übungen aus Autogenem Training, Progressiver Muskelentspannung; mit Yoga, Stirn-Hinterkopf-Halten, Atmung, Thymusdrüse klopfen, Meditation o.ä. Auch diese sind gut für den Kopf. Sind wir entspannt, verändert sich der Frequenzbereich unserer Gehirnwellenaktivität (die elektrische Aktivität im Gehirn verändert sich mit der Tätigkeit der Person): Tagsüber befinden wir uns normalerweise um Beta-Frequenzbereich, während wir in Entspannung in den Alpha- oder Theta-Bereich gleiten, in dem wir besonders empfänglich sind für mentale Programmierung. In diesem Zustand können wir gezielt unser Unterbewusstsein und unseren Geist einstimmen auf eine gesunde, entspannte Lebensweise und so unsere Selbstheilung aktivieren.

© Antje Heimsoeth

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