Podcast: Selbstcoaching, um ein erfolgreiches Leben leben zu können - Antje Heimsoeth
Podcast: Selbstcoaching, um ein erfolgreiches Leben leben zu können
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Effektive Möglichkeiten zur Verwendung mentaler Bilder zur Verbesserung der Leistung

Effektive Möglichkeiten zur Verwendung mentaler Bilder zur Verbesserung der Leistung

Visualisierung: Erfolgserlebnis Deiner Vergangenheit
Entspanne Dich und atme regelmäßig. Sei ruhig. Vergegenwärtige Dir eines Deiner größten Erfolgserlebnisse bzw. eine tolle Leistung und spüre die dabei damals auftretenden körperlichen Empfindungen und Gefühle.
Wie hast Du Dich gefühlt? Wie bewegst du dich? Welche Eigenschaften und Stärken lebst du? Wie hast du dich in der Situation verhalten? Sieh Dein Verhalten wie bei einem Videofilm vor Dir und schlüpfe in diesen Körper, wo Du Dich dann selbst nicht mehr siehst und plötzlich alles so erlebst, als wäre es gegenwärtig. Präge Dir das Bild ein und spüre mit allen Fasern Deines Körpers die Gefühle vom erfolgreichen Bewegungsablauf, die Kompetenzen und den Wert Deiner Person. Gehe Deinen Erfolg nochmals durch. Mit jeder Einatmung tanke auf mit jener Kraft und Energie, die Du aus diesem Erfolgserlebnis ziehst. Nimm diese Gefühle mit in eine berufliche Herausforderung. Mit diesem Körpergefühl gehe gelassen auf gefürchtete Situationen oder Personen zu. Öffne deine Augen und beende die Visualisierung.

Mehr dazu in meinem Buch: Antje Heimsoeth, Golf Mental – Erfolg durch Selbstmanagement, 2. Auflage, pietsch Verlag, 2014.

Erfolgsvisualisierung
Sie sitzen oder liegen entspannt an einem ungestörten Platz mit geschlossenen Augen. In dem Film, der in Ihrem „Kopfkino“ läuft, in Farbe und mit Ton, sind Sie der Hauptdarsteller. Sie sehen sich, wie Sie die anstehende Präsentation perfekt durchführen, eine schwierige Verhandlung zu einem guten Abschluss bringen, eine Prüfung erfolgreich meistern oder ein herausforderndes Mitarbeitergespräch souverän führen.
Erinnern Sie sich an frühere Erfolge und bauen Sie Teile daraus in Ihren Erfolgsfilm ein. Sie halten eine Präsentation? Dann füllt Ihre Stimme den Raum, mit sonorem Klang und weisen Worten. Die Zuhörer lauschen Ihnen gebannt, sie werden begeistert gefeiert und ernten „Standing Ovations“ am Ende Ihrer Präsentation. Sie hören, was Sie sagen oder andere zu Ihnen sagen (Ihnen gratulieren, sich bedanken…). Sie nehmen wahr, was Sie denken und wie Sie sich fühlen.

Sie allein entscheiden, welche Fähigkeiten Sie in diesem Film einsetzen, aus welchen Ressourcen Sie schöpfen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um Ihren Film so zu entwickeln, dass Sie ganz zufrieden sind. Genießen Sie Ihren Erfolgsfilm! Natürlich hat er ein Happy End – Sie erreichen, was Sie wollen und fühlen sich großartig beim Betrachten der letzten Szenen. Dann kehren Sie ins Hier und Jetzt zurück.

Mehr dazu in meinem Buch: Antje Heimsoeth, „Kopf gewinnt!“ Der Weg zu mentaler und emotionaler Führungsstärke“.  Springer Gabler Verlag, 2017. (= 2. Auflage zu „Chefsache Kopf“ mit geändertem Titel)

Visualisieren Sie Ihren Erfolg
Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Zielen im Allgemeinen erfolgreicher werden bzw. sind als diejenigen, die dies nicht tun.

Visualisieren Sie in so vielen Einzelheiten und Details wie möglich (im Falle einer Präsentation also von den möglichen Schweißperlen auf der Stirn über die Gesichter der Anwesenden bis zum leisen Rauschen des Beamers etc.). Sie können auch Gesten, Kopfbewegungen u. Ä. während der Visualisierung mit Ihrem Körper ausüben, wenn es Ihnen hilft. Beziehen Sie Gefühle mit in die vorgestellte Situation ein. Wie fühlt sich Ihr Bild an?

Emotionen spielen eine Schlüsselrolle beim Speichern und Abrufen von Erinnerungen. Jede Erinnerung wiederum aktiviert automatisch die daran gekoppelten Emotionen. Es wird Ihnen nicht gelingen, sich eine gut verlaufende Präsentation vorzustellen, wenn Sie sich davor an eine missglückte Präsentation in der Vergangenheit erinnern. Rufen Sie vor Beginn der Visualisierung jenes Gefühl ab, dass Sie bei einem Ihrer größten Erfolge hatten, auf den Sie zurückblicken können. Beim Visualisieren kommt es auf den optimalen mentalen Zustand an. Spielen Sie einen Film von genau diesem Erfolg vor Ihrem inneren Auge ab. Stellen Sie sich das Erfolgserlebnis so lebendig und detailliert wie möglich vor. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Emotionen, die die Erinnerung bei Ihnen hervorruft. Speichern Sie dieses Gefühl ab und nehmen Sie sie mit in Ihre nun anstehende Visualisierung. Wenn Sie sich auf diese Weise regelmäßig auf eine Herausforderung vorbereiten, lernt Ihr Unterbewusstsein „automatisch“ in diesen Gefühlsmodus zu schalten, wenn Sie später in der realen Situation sind.

Zielcollage und Motivationsposter: https://antje-heimsoeth.com/erfolg-im-verkauf-ziel-collage-motivationsposter/

Nutzen mentaler Bilder
Das Erstellen von mentalen Ziel-Bildern ist aus folgenden Gründen nachweislich effektiver als verbale und schriftliche Formulierungen Ihrer Ziele:

Unabhängig davon, ob es sich um ein langfristiges oder kurzfristiges Ziel handelt (Visualisierung des nächsten Tages oder Ihrer selbst in 1.5 Jahren), schafft es eine positive Assoziation mit diesem Ziel in Ihrem Unterbewusstsein (dem Teil des Geistes, der Ihre Gefühle auslöst), wenn Sie sehen, dass Sie erfolgreich sind. Wenn Sie sich also in solchen Situationen befinden, fühlen Sie sich eher sicherer, ressourcevoller und weniger ängstlich.

Wenn Sie sich das Ergebnis vorstellen, auf das Sie hinarbeiten, können Sie besser überprüfen, ob Sie sich noch auf dem Weg zum Ziel befinden. Ziele werden nur mit (Selbst-)Motivation erreicht, und das wird ohne klaren Zweck und Sinn fehlen.

Tipps für mehr Disziplin: https://antje-heimsoeth.com/tipps-fuer-mehr-disziplin/

Welche Stärken, Talente und Fähigkeiten müssen Sie entwickeln, um Ihre Ziele zu erreichen, welche Verhaltensweisen müssen Sie ändern, welche schlechten Gewohnheiten ablegen?

Es reicht nicht aus, das positive Ergebnis am Ende Ihrer „Reise“ zu visualisieren. Studien haben ergeben, dass dies allein die Motivation verringern kann, wenn Ihr Verstand zu glauben beginnt, dass Sie das Ziel bereits erreicht haben. Jedes Ziel erfordert eine Änderung des Verhaltens und von Denkweisen und die Überwindung vieler Hindernisse im Laufe der Zeit.
Der nächste Schritt im Zielprozess besteht darin, einen Blick auf die Dinge zu werfen, die Sie derzeit zurückhalten, und zu visualisieren, wie Sie das ändern und überwinden werden. Welche Fähigkeiten und Ressourcen müssen Sie entwickeln, um Ihre Ziele zu erreichen?

Erfolgreich Ziele erreichen – Zielsetzung: https://antje-heimsoeth.com/erfolgreich-ziele-erreichen-zielsetzung/

Verwenden von mentalen Bildern, um hilfreiche Denkmuster und Verhaltensweisen herauszufinden
Eine großartige Möglichkeit, mentale Bilder zu verwenden, um an Ihren mentalen Fähigkeiten zu arbeiten, besteht darin, Situationen in Ihrem Kopf (positiv und negativ) zu visualisieren und herauszufinden, wie Sie mit ihnen umgehen werden. Dies gibt Ihnen mehr Sicherheit und weniger Unsicherheit bzgl. einer Leistung, da Sie einen Plan für alles haben, was auftauchen könnte.

Corona Krise
Wir wissen momentan in der Corona Krise nicht, was uns in den nächsten Wochen und Monaten erwartet. Sie können mit einer beliebigen Anzahl unterschiedlichster Situationen und Herausforderungen konfrontiert sein, in denen Sie positiv reagieren oder nicht reagieren müssen, wenn Sie erfolgreich sein wollen. Wie werden Sie denken und sich verhalten?
Wenn Sie all diese möglichen Situationen (in Ihrem Kopf) erleben, bevor sie eintreten, werden Sie darauf (besser) vorbereitet sein. Wenn sie auftreten, wissen Sie genau, was zu tun ist. Sich Situationen, Ereignisse vorzustellen, die zu einem Hindernis werden könnten, ist nicht negativ – vorausgesetzt, Sie finden gute Lösungen.

Innere Bilder lassen sich nicht nur fürs vorausschauende Probehandeln angesichts neuer, herausfordernder Situationen nutzen, sondern auch vergangene Situationen können geistig noch einmal durchlaufen und zu einem positiven Ergebnis geführt werden.

Übung

  • Schreiben Sie fünf Dinge auf, die gut laufen könnten. Wenn Sie jedoch nicht angemessen reagieren, kann dies auch negativ ausgehen.
  • Worst Case: Schreiben Sie fünf Dinge auf, die in einem Projekt oder in einem Verhandlungsgespräch schief gehen könnten, und wie Sie darauf reagieren werden.
  • Mögliche Hindernisse: Was steht mir im Weg, um tatsächlich umzusetzen, was ich geplant und vorbereitet habe? Was in mir hält mich auf? Was stoppt mich? Was hindert mich?
    Diese Hindernisse können Emotionen wie Angst, Unsicherheit oder Ärger sein, irrationale Überzeugungen, negative Glaubenssätze oder auch schlechte Gewohnheiten.
  • Welche mentalen Techniken können Sie in solchen Situationen verwenden, um einen guten mentalen und emotionalen Zustand aufrechtzuerhalten?
  • Verwenden Sie mentale Bilder, um Ihren emotionalen Zustand zu ändern.

Untersuchungen zeigen, dass mentale Bilder bei der Auslösung einer emotionalen Reaktion stärker sind als verbale Sprache.
Mit Hilfe von Visualisierung lässt sich auch das emotionale Gleichgewicht nach einem Misserfolg leichter wiederherstellen. Nämlich dadurch, dass wir uns an vergangene Erfolge und Glücksmomente erinnern. Die Hirnforschung hat herausgefunden, dass das Wachrufen von positiven Erlebnissen vom Gehirn genauso stark empfunden wird, als würden wir es nochmal erleben. Ihm reicht der bloße Gedanke, um erneut Glückshormone auszuschütten. Das hilft, die negativen Emotionen nach einem Misserfolg durch positive zu ersetzen.

Es ist eine wesentlicher Faktor für High Performance, sich Ihres mentalen und emotionalen Zustands bewusst zu sein und ihn kontrollieren zu können. Mentale Bilder sind eines dieser Werkzeuge, die Sie jederzeit im Alltag verwenden können, um in Ihrem „optimalen Leistungszustand“ (OLZ) zu bleiben.

Glück und Erfolg: https://antje-heimsoeth.com/glueck-und-erfolg/

Athleten nutzen ihre geistige Vorstellungskraft vor allem für folgende Zwecke: Für die Optimierung der Bewegungsvorstellung, das Abrufen eines Erfolgserlebnisses („Moment of excellence“) u.a. zur Motivation und zur Psychoregulation (Ruhebild), um das Lampenfieber vor einem sportlichen Wettkampf in den Griff zu bekommen. All das sind Anwendungen, die sich auch auf Ihre Bedürfnisse u.a. als Führungskraft übertragen lassen.

Üben Sie Visualisierung ohne Druck! Sollten Sie anfangs Schwierigkeiten haben innere Bilder „zu sehen“, machen Sie sich keine weiteren Gedanken. Viele Menschen „fühlen“, „spüren“ oder „denken“ ihre inneren Bilder. Wichtig ist, das Üben der Visualisierung regelmäßig zu wiederholen und zu üben. Ich lasse meine Klienten die Bilder zusätzlich aufschreiben. Mit der Zeit fällt es Ihnen immer leichter, innere Bilder zu sehen.

© Ihre Antje Heimsoeth

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