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27. Februar 2026Mentale Stärke in der Prüfung – Vorbereitung auf den Turnierstart I Mentaltraining im Pferdesport
Die optimale Turnierprüfung ist das Endprodukt ausführlicher Vorbereitung durch Reiter und Trainer. Meistens jedoch geschieht die körperliche, mentale und emotionale Vorbereitung nicht genügend strukturiert.
Emotionale Vorbereitung
Emotionale Vorbereitung bedeutet:
- Wahrnehmen, in welcher Stimmung man sich befindet, welche grundsätzlichen psychischen Bedürfnisse man hat, diese akzeptieren und Rücksicht auf sie nehmen. Erkennen, wie man sich in die richtige Stimmung für eine Turnierprüfung bringt und sich entsprechend verhalten. Das ist individuell sehr verschieden und abhängig von den Anlässen bzw. der Konstellation innerhalb des Turniers (schwieriger Parcours sorgt für mehr Aufregung, leichter Parcours kann zu Entspannung führen).
- Um zu Beginn der Turnierprüfung optimal vorbereitet sein zu können, muss der Reiter wissen, wann er mit der psychischen Vorbereitung beginnen muss.
- Ich empfehle Rituale, die Sie in die richtige Stimmung bringen!
Auch wichtig:
- Identifizieren von unterstützenden und behindernden Aspekten des Turnierortes
- Bewusstmachen von ablenkenden Gefühlen.

Wie bereite ich mich mental auf einen Wettkampf vor?
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Mentale Techniken während der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung
Es geht darum, all das, was Sie bis jetzt gelernt und sich antrainiert haben, jetzt zu bündeln und im Turnier und in der Prüfung verfügbar zu machen. Dies kann man lernen.
Einige Tage vor dem Turnier:
Aufschreiben, was man erreichen möchte und wie man dieses Ziel(e) erreichen möchte.
„Gewinnen“ ist als Ziel zu schwammig. Besser: eindeutig messbare Sekundärziele, die realistisch sein müssen z.B. Verbesserung einer Lektion. Auch wenn man dann nicht gewinnt, kann man so positive Fortschritte messen. Auch wenn Sie gewinnen, können sie diesen kritisch hinterfragen:
- Was halte ich von meinem Stil in der Springprüfung?
- Was will ich in dieser Saison besser machen?
Diese Vorsätze müssen messbar sein.
Im Turnier sollen nur diejenigen Vorbereitungsmaßnahmen, Mittel und Methoden zum Einsatz kommen, die im Training sicher beherrscht werden! Nicht mehr und auch nicht weniger. So wird die Prüfung machbar und beherrschbar, was sich günstig auf die mentale Stärke auswirkt.
Die mentalen Vorbereitungsmaßnahmen sind Bestandteil des mentalen Aufwärmens auf dem Turnierplatz und dienen der unmittelbaren Einstimmung.
Ziel des Mentaltrainings: Entwicklung eines optimalen Vorstart- und Turnierzustandes. Schnelle, leistungsfördernde Verarbeitung von Erfolg und Misserfolg.
Die Beherrschung emotionaler Erregungsprozesse (Selbstregulation) gewinnt insbesondere für eine schnelle leistungsfördernde Verarbeitung von Erfolg und Misserfolg im Turnier eine vorrangige Bedeutung.
Die Turnierleistung wird durch folgende Ausprägungen optimiert:
- Zustand regulieren:
-
- emotional aktivieren
- konzentrieren/motivieren
- Bewegung/Lektion besser regulieren:
-
- Bewegungsgefühl ausprägen
- Bewegungswahrnehmung verbessern
- Selbstkorrektur verbessern
- Bewegungs-/Lektionsvorstellung ausprägen
- Antrieb (Wollen) optimieren:
-
- reale Leistungserwartungen erarbeiten
- in kritischen Situationen mobilisieren/aktivieren
- reale Ziele setzen, verfolgen,
- Risikobereitschaft erhöhen.
Das Bedürfnis, alles im Turnier zu geben, wird maßgeblich durch das „Wollen“ bestimmt.
Die unmittelbare mentale Turniervorbereitung beginnt individuell verschieden vor dem Turnier und sollte mit der mentalen Nachbearbeitung und Be- und Auswertung der Turnierprüfung/en enden. Die Qualität des psychischen Vorbereitungszustands eines Reiters ist auch daran zu messen, wie verschiedene Problemsituationen bewertet werden, wie
- Leistungsverlauf, Erfolg/Misserfolg:
-
- Flüchtigkeitsfehler
- Favoritenrolle
- Wie werden Urteile von Richtern erlebt?
- Sozialer Erwartungsdruck
- Objektiv-situativer Bedingungswechsel
-
- Wind, Witterung
- Ermüdung
Regulation emotionaler Prozesse durch Musik
Aufmerksamkeit des Reiters pendelt locker zwischen dem Musikhören und dem eigenen Körpererleben.
Tipp: Aktivierende Musik: lebhaftes Tempo, schnell bis sehr schnell.
Einsatz auch zwischen den Prüfungen.
Regulation der Einstellung und des Verhaltens in der Prüfung/en und auf dem Turnier
- Aufbau realer Leistungserwartung:
Turnierbedingungen in die Leistungserwartungen miteinbeziehen. Ferner: Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten für die Zielerreichung (erhöhen Handlungssicherheit und Selbstvertrauen). - Erfolgsreflexionen, -visualisierung: Insbesondere z.B. nach misslungenem Parcours oder bei Verunsicherungen helfen Erinnerungen an gelungene vorausgegangene Springstunden oder Springturniere weiter.
- Ablenkung/Orientierungswechsel: Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Wesentliche!
- Positive Selbstgespräche (Weiterlesen >>)
- Motivierung durch Umbewertung einer Situation durch Herabspielen oder positive Umdeutung der Situation.
- Motivierung durch Imitations- und Visualisierungsübungen
Verhaltenstraining zur Flow-Regulation
Ziel: Flow-Zustand selbstständig erreichen können
- Handeln im „Hier und Jetzt“: Konzentrieren Sie sich uneingeschränkt auf die Ausführung z.B. der Dressuraufgabe und befassen Sie sich nicht mit den Konsequenzen einer verpatzten Lektion!
- Innerer Dialog: Loben Sie sich selbst und feuern Sie sich an.
- Physiologische Ebene: Ruhebild (Beispiel weißer Strand, auf einem Segelschiff, Sonne, Palmen), Aktivierungsatmung
Weiterlesen: Wie erreiche ich den Flow-Zustand?
© Ihre Antje Heimsoeth
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