Visualisierung im Sport
Podcast: Visualisierung im Sport
14. Mai 2011
Verzeihen und Vergeben können, ist wichtig - Antje Heimsoeth
Verzeihen und Vergeben können, ist wichtig
31. Mai 2011

FLOW – unbewusste Konzentration und Glück

Flow - Konzentration - Antje Heimsoeth

Was genau ist “FLOW”?

Glück – seit Aristoteles:

Alles, was wir tun, läuft im Endeffekt darauf hinaus, glücklich zu sein.
Ein großes, luxuriöses Haus? Ein teurer Wagen? Schiff? Gesundheit, Reichtum, Schönheit? Nein …
Wir streben nicht wirklich nach Reichtum, Ruhm, Macht,
Erfolg oder Gesundheit, sondern wir bemühen uns unser Leben lang, Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Tag um Tag, Monat um Monat und Jahr um Jahr um echtes und tiefes Glück!

Flow (engl. fließen, rinnen, strömen) bezeichnet das Gefühl der völligen Vertiefung und Aufgehens in einer Tätigkeit, auf Deutsch in etwa Schaffens- oder Tätigkeitsrausch, Funktionslust. Mihaly Csikszentmihalyi hatte die Flow-Theorie im Hinblick auf Risikosportarten entwickelt. Heute wird sie auch für rein geistige Aktivitäten in Anspruch genommen. Flow kann entstehen bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens, im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile). Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)

Es ist ein Zustand „bei dem man in eine Tätigkeit so vertieft ist, dass nichts anderes eine Rolle zu spielen scheint; die Erfahrung an sich ist so erfreulich, dass man es selbst um einen hohen Preis tut, um Flow zu erreichen.“ (Mihaly Csikszentmihalyi – Flow, S.16)

„Es gibt nichts, kein anderes Erlebnis im Sport, das so erhebend und befriedigend ist wie der Zustand von Flow. Nie und nimmer. Das ist es, was mich veranlasst weiterzufahren, die Überzeugung, dass ich es vielleicht wieder erlebe.“ (Csikszentmihalyi, Jackson, 2000, S. 39)

Beispiele für einen “FLOW – Zustand” wie z.B. folgende Aussagen:

Ein Langstreckenläufer: „ Ich hatte wirklich alles im Griff, ich fühlte mich die ganze Zeit über einfach großartig und ich spürte die Schmerzen nicht, die man normalerweise bei solch einem Lauf verspürt. Ich genoss das Erlebnis zu laufen. Ich hatte alles unter Kontrolle.“ (Csikszentmihalyi, Susan A. Jackson, 2000, S. 12)

„… Es hat alles gepasst! Ich musste nur noch laufen!”
” … Es war meine Runde! Ich war optimal vorbereitet!”
” … Ich habe mein Ziel vor Augen gesehen und habe mich durch meine Gegner nicht aus der Ruhe bringen lassen!”
und und und …

Sportler beschreiben diesen Zustand mit: körperlich und mental entspannt – automatisch – in sich versunken – absolutes Wohlbehagen – Fokus – entrückt – völlige Hingabe – wie ferngesteuert – alles passt zusammen – aufgedreht – fit statt platt – Konzentration – leicht-füßig und locker – ideal – unschlagbar – Alles klappt – Alles andere ist egal – Schwerelosigkeit – in Spitzenform – optimales Tempo – fließend – optimale Einstellung – ohne Anstrengung – stark – Ruhe und Selbstvertrauen – schwebend – hellwach – gelassen – selbstsicher – positiv – sensible Wahrnehmung – verliebt – zuversichtlich – aufmerksam – Herr der Lage – mental fokussiert – voller Energie und Tatkraft – energisch aber locker.
Wo haben Sie Flow bereits „erfahren“? Finden Sie jetzt ihre eigenen Begriffe um Flow zu beschreiben:

Beobachten Sie einmal spielende Kinder. Hier können Sie beobachten, dass diese alles um sich herum vergessen und sich nur noch auf ihr Spiel und Tun konzentrieren. Diese im Spiel versunkenen Kinder merken gar nicht, dass sie 100­-prozentig dabei sind, sie haben einfach nur noch Spaß beim Spielen und denken nicht an mögliche Konsequenzen, wie z.B. zu spät nach Hause zu kommen, weil Sie die Zeit nur noch verzerrt wahrnehmen.

Der amerikanische Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi bezeichnet mit dem Begriff „Flow“ das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit. Im Zustand von Flow spielen Zeit, Ort, Wetter, Rahmenbedingungen und Umstände, die nichts mit der momentanen Tätigkeit zu tun haben, kaum noch eine Rolle. Die Tätigkeiten bereiten keine Mühe. Dieses völlige Aufgehen in einer Tätigkeit kann dann geschehen, wenn die Aufgabenschwierigkeit bzw. die Heraus- oder Anforderungen und die eigenen Fähigkeiten in Balance sind Sehr verschiedene Tätigkeiten und Aufgaben können einen Flow auslösen: spielerische Tätigkeiten, Spielen, Sport, Musik, Arbeit, Joggen, Kreativität, Ort, im Team arbeiten oder trainieren, nette Umgebung, Anerkennung und Belohnung, Lesen oder Sex.

Jack Nicklaus, einer der größten Golfer aller Zeiten: „Golf macht mir umso mehr Spaß, je härter und enger ein Wettkampf ist. Haushoch zu gewinnen gibt einem eine andere Art von Befriedigung, aber nichts kommt auch nur an-nähernd an das Gefühl heran, das man hat, wenn man bis zum letzen Schlag kämpfen muss“(vgl. CSIKSZENTMIHALYI, 2000, S. 53).

Im Flow-Zustand erreichen Sie Ihr persönliches Leistungsmaximum.

Noch etwas: Selbst wenn Sie einen “FLOW – Zustand” im Wettkampf erleben, heißt das nicht, dass Sie automatisch auch gewinnen! Denn selbst wenn ich für mich einen optimalen Wettkampftag hatte, kann es immer noch bessere und schnellere Sportler geben. Aber für mich bedeutet dies … “Ich habe mein Bestes gegeben! Diesmal war ich zwar nicht so souverän, jedoch schaue ich nach vorne, trainiere weiter, verbessere mich erheblich und mische beim nächsten Mal wieder vorne mit!”

 

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