Podcast: Gesund führen – gesund bleiben - Antje Heimsoeth
Podcast: Gesund führen – gesund bleiben
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Was macht einen guten Trainer aus – Sportmentaltraining

Was macht einen guten Trainer aus - Antje Heimsoeth

Was macht einen guten, erfolgreichen Trainer/Trainerin aus?
Welche Voraussetzungen muss er mitbringen?
Wie wichtig ist die Sozialkompetenzen?
Passt jeder Trainer zu jeder Mannschaft/Sportler?
Welche Eigenschaften und Kompetenzen muss ein guter Trainer/Trainerin mitbringen?

Gerade im Hinblick auf den Trainer ist die Welt des Sports der Wirtschaftswelt ziemlich ähnlich, wie ich in meiner Arbeit als Mental Coach immer wieder feststellen darf. Trainer sind Führungskräfte. In der Wirtschaft wie im Spitzensport muss eine Führungskraft zielgerichtet und engagiert führen, über ein Wissensmanagement und eine gute Kommunikation verfügen, Ziele klar, fordernd, effektiv formulieren können und Konfliktmanagement beherrschen. Ein Trainer sollte wie ein Manager im Unternehmen Aufgaben zu seiner eigenen Entlastung delegieren können, z. B. organisatorische Maßnahmen oder die Kontrolle von Ergebnissen. Er sollte zuhören, nachdenken und entscheiden können. Als Führungskraft wird vom Trainer erwartet, dass er die Marschrichtung festlegt und vorausschauend handelt. Sein Aufgabenspektrum ist dabei vielseitig: er plant, kommuniziert, organisiert, realisiert, entscheidet und kontrolliert.

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Gleichzeitig sind die Erwartungen seines Umfeld hoch: Athlet oder Mannschaft wollen auf der sportlichen Karriereleiter vorankommen, Verein und Verband wollen Erfolge verzeichnen, die Eltern des sportlichen Nachwuchses wollen sehen, dass sich die Mühen des Sprösslings und ihre eigenen Anstrengungen lohnen. Kurzum, ein Trainer hat ein umfassendes Anforderungsprofil, das es zu erfüllen gilt. Um diesem erfolgreich zu begegnen, ist mentale und emotionale Stärke ein entscheidender Faktor.

Gemessen an den Anforderungen, wird es viele Fragen geben, die dich als Trainer bewegen: Wie kann ich Spieler motivieren, wie kann ich mich selbst motivieren? Wie erhöhe ich am nachhaltigsten die Leistungsfähigkeit beim Athleten? Wie kann ich mir als Trainer Respekt verschaffen? Wann und wie sollte Anerkennung und Wertschätzung erfolgen? Wann und wie übe ich konstruktive Kritik? Wie gehe ich beim Thema Ziele vor? Was traue ich mir selbst zu und wie sehr vertraue ich anderen wie z.B. Co-Trainern und Sportlern?

Vertrauen entscheidet: Selbstvertrauen als Basis erfolgreicher Führung

Mentale Stärke ist untrennbar mit Selbst-Vertrauen und Selbstbewusstsein verbunden. Je stärker das Fundament der eigenen Führung ist, umso besser kann ich auch andere führen. Wenn ich mir selbst nicht vertraue, wie sollen mir dann andere, wie z.B. Eltern, Ärzte und Sportler, vertrauen? Sich selbst vertrauen, heißt um seine Stärken und Fähigkeiten zu wissen. Etliche Trainer richten ihren Fokus meines Erachtens noch zu sehr auf Defizite und Misserfolge bei den Athleten, oft auch bei sich selbst.  Dabei sind wir nur dann erfolgreich, wenn wir uns unsere Stärken bewusst machen und uns an ihnen orientieren. Der Glaube an uns selbst und unsere Fähigkeiten  ist entscheidend dafür, ob wir Zugang zu unserem vollen Potenzial erhalten und es für uns nutzen können. Wer diese innere Kraftquelle anzapft, schafft die Basis für Höchstleistungen – bei sich und bei seinen Athleten. Der deutsch-kanadische Eishockeytrainer Ralph Krueger, der als erster deutscher Headcoach in der National Hockey League antrat, sagt: „Das Unmögliche kann möglich werden, unter der Voraussetzung, dass wir daran glauben.“


Was macht einen guten Trainer aus 

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Was zeichnet einen erfolgreichen Trainer aus?

Wo kein Funke, da kein Feuer. Eine hohe Eigenmotivation und die Fähigkeit, mit der eigenen Begeisterung andere anzustecken, gehören zur Grundvoraussetzung eines Erfolgstrainers. Seine Beziehung zum einzelnen Sportler und zur Mannschaft ist von Respekt und Wertschätzung gekennzeichnet. Er hat ein gutes Gespür für den Menschen „hinter“ dem Sportler und ist in der Lage, jedem Einzelnen das Gefühl zu geben, genau der Richtige für die jeweilige Aufgabe zu sein.

Hier nur eine kleine Auswahl der Trainer, die interviewt habe bzw. mit denen ich mich beschäftigt habe:

  • Jürgen Klinsmann und Jürgen Klopp, beides Motivationsexperten
  • Heiner Brand
  • Jupp Heynckes
  • Pep Guardiola
  • Jogi Löw
  • Stelian Moculescu
  • Kurt Kowarz (Interview folgt)
  • Karl Angerer, Bob
  • Thomas Braun, DSV: „Ein Trainer muss das vorleben, was er fordert, also authentisch bleiben. Das ist ganz, ganz wichtig.“
  • Michael (Mitch) Pohl, Eishockey Trainer: „Meine Philosophie ist es, den Spielern zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und nicht Spieler zu benutzen, um meine Ziele zu verwirklichen!“
  • Armin Emrich, Trainer der Deutschen Handballnationalmannschaft der Frauen:
    „Ein Trainer muss in der Lage sein, die Beziehungsebene und Motivation auf hohem Niveau zu halten und er muss jeden einzelnen Typen in der Heterogenität seiner Mannschaft am Nerv treffen.“
Die zentralen Aufgaben eines erfolgreichen Trainers

Trainer sind auch deshalb erfolgreich, weil sie die Aufgaben, die sie als Trainer für Mannschaft und Athleten übernommen haben, kennen:

  • Spieler kennenlernen
  • Für Zielklarheit sorgen
  • Die individuellen Bedürfnisse der Sportler erkennen und berücksichtigen
  • Für Informationsfluss sorgen zwischen ihm und Sportlern, Co-Trainern und weiterem Umfeld
  • Das volle Leistungspotenzial des Einzelnen erschließen
  • Vorbild sein
  • Zuhören können
  • Impulse geben und Visionen schaffen
  • Wissen darüber, wie man Menschen motiviert
  • Wie sehe ich meine Spieler. So wie sie sind?
  • Empathie zeigen
  • Auf das Vertrauenskonto einzahlen
  • Gelingende Beziehungen: gute, stabile zwischenmenschliche Beziehungen (Oxytocin) aufbauen
  • Freude auf Training & Warm up erzeugen → Dopamin Ausschüttung
  • Ressourcenorientierung: Was braucht der einzelne Sportler (an inneren und äußeren Ressourcen), um sich entwickeln zu können und seine Ziele zu erreichen?
  • Sportler fragen: Warum war das jetzt richtig gut?“
    Mehr positives Feedback & Lob als Kritik, Belehrungen, Fehlersuche und negatives Feedback geben (Stärkenorientierung). Spezifisches, konkretes Feedback geben.
  • Nach jedem Fehler etwas Positives suchen und aussprechen lassen.
  • Ein Gefühl von „Hier bin ich richtig“ im Sportler erzeugen.
  • Sportler selbst die Lösung für bessere Technik und Taktik finden lassen.
  • Sicherheit (bei Angst) geben
  • Erfolgserlebnisse ermöglichen: Situationen schaffen, in denen Sportler erfolgreich sein können. → Motivation steigt, zahlt auf Selbstvertrauen ein.
  • Erfolge im Training feiern.
  • Nähe zulassen
  • Eltern in einem Gespräch oder per email Feedback geben und Erfolge mitteilen.
  • Allen auf Augenhöhe begegnen.
  • In langfristige Entwicklung des Sportlers investieren.
  • Menschen ermöglichen, sich wertgeschätzt, respektiert und umsorgt zu fühlen
Wichtige Fähigkeiten eines guten Trainers auf einen Blick

Wichtige Fähigkeiten eines guten Trainers sind:

  • Authentizität
  • Fähigkeit zum Perspektivenwechsel
  • Empathiefähigkeit, mit anderen mitfühlen
  • Eigenmotivation
  • Verständnis
  • Resilienz, Stressmanagement
  • Konfliktmanagement, Gesprächsführung, Kommunikationsfähigkeiten
  • Wissen um das, was ein Team im Kern ausmacht: gegenseitiges Verständnis, Respekt, Verantwortung und Haltung
  • Respekt ist ein Schlüssel in seiner Führung – Respekt gegenüber allen Sportlern & Spielern

 

Wenn du mehr dazu nachlesen möchtest, dann kaufe dir doch mein Buch „Sportmentaltraining. Erfolg beginnt im Kopf“ (Auflage 3) mit einem Vorwort von Lorena Brandl.
Textbausteine dieses Blogartikels sind aus dem Buch „Sportmentaltraining“.

©Antje Heimsoeth

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