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Golf Mental – Umgang mit Ärger

Golf Mental – Umgang mit Ärger - Antje Heimsoeth

Ärgern Sie sich öfters auf dem Golfplatz? Begleiten Wut oder Zorn Sie hin und wieder, z.B. wegen schlechter Putts, Schlägen ins Wasser oder ins Gebüsch oder wegen verpasster Turnierchancen?

Emotionale Kontrolle ist beim Golfen eine Schlüsselqualifikation. Durch sie sind wir imstande, u.a. mit negativen Emotionen wie Ärger gelassener umzugehen.

Eine Möglichkeit bei Ärger ist, erst einmal tief ein- und auszuatmen (Bauchtamung). Dann kurz innerlich auf Distanz zu gehen: Stellen Sie sich vor, Sie würden sich von Außen betrachten, wie Sie gerade vor Wut den Schläger in den Boden rammen möchten. Aus der Distanz heraus fällt Ihnen sicher ein, was Sie Beruhigendes zu Ihrem Golf-Ich sagen könnten. Was würde ein Außenstehender dazu sagen? Wie würden Sie die Situation übermorgen beurteilen?

Fressen Sie Ärger nicht in sich hinein. Schreiben Sie zu Hause Ihre Gefühle auf und legen Sie sich fürs nächste Mal beim Spiel eine Selbstinstruktion zu, ein Schlüsselwort. Bei Ärger etwa: „Bleib ruhig!“.

Golf mental: Pockettraining - Antje HeimsoethWie die meisten Golfer sicherlich längst für sich erkannt haben, hilft es keineswegs, wenn man zu sich selbst oder ein Anderer sagt: „Ach, du musst dich doch nicht ärgern!“ So verstärkt sich das Gefühl von Ärger eher noch. Es zu unterdrücken würde auch nichts bringen. Mein persönliches Ritual, wenn ich mich auf dem Golfplatz ärgere: Ich stampfe einmal richtig fest mit dem Fuß auf und mache eine zornige Geste mit der Faust in die Luft. Damit wandle ich die heftige Emotion erst einmal in eine körperliche Bewegung um und lasse der Energie ihren Lauf. Man sagt nicht umsonst „Dampf ablassen“ dazu. Dann konzentriere ich mich ganz auf meine Atmung, atme mindestens fünf Mal tief in den Bauch. Durch die Nase ein, durch den leicht geöffneten Mund aus. Beim Ausatmen denke ich: „Ich lasse los!“. Bevor ich weiterspiele, visualisiere ich den optimalen Schlag.

Bei Ärger verspannen wir. Keine gute Voraussetzung für ein erfolgreiches, entspanntes Spiel. Daher ist die Entspannungsfähigkeit so wichtig, und zwar vor und während des Spiels und generell in Form kurzer Auszeiten im Alltag und Beruf. Während des Spiels zum Beispiel, indem man die Wege von Ball zu Ball zur Beobachtung der Natur und zur bewussten tiefen Atmung nutzt, die Gedanken wie Wolken am Himmel ziehen lässt. Zur regelmäßigen Entspannung eignet sich etwa die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Sie hält auch Übungen für Zwischendurch u.a. auf dem Golfplatz bereit: Fäuste und Schultern ca. 10 sec. anspannen, loslassen und ausatmen, Entspannung nachspüren. Und noch ein Tipp: Gehen Sie auf dem Golfplatz so mit sich um, wie mit ihrem besten Freund.

Weiteres in Antje Heimsoeth. Golf Mental: Pocket Training. pietsch 2012.

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