Selbstständig machen – 5 Tipps, die Sie beachten sollten
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Wie werde ich unglücklich - Antje Heimsoeth
Wie werde ich unglücklich
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Mentale Stärke

Mentale Stärke - Antje Heimsoeth

Ich habe die letzten Tage genutzt bei dem schönen Wetter in die Berge zu gehen hier rund um Rosenheim. Man kann im Rosenheimer Umland wunderbare Wanderungen unternehmen. Dabei komme ich auch immer mal wieder an meine körperlichen Grenzen und wäge dann in meinem inneren Dialog ab, ob weitergehen, umdrehen, zurück zum Auto gehen oder hinsetzen und einfach die Aussicht genießen, die Sonne auf der Haut spüren. Hier schreibe ich oftmals Blog-Artikel im Kopf. Heute sind es folgende drei Punkte:

Punkt 1: Umfeld

Suche dir Unterstützer, suche dir ein Umfeld, das an dich glaubt und dem du vertrauen kannst. Ich musste gerade wieder bei einem Kunden, der acht Jahre seinem Sportmanagement vertraut hatte, erleben, auf welch schwachen Füßen Vertrauen stehen kann. Vereinbare mit dem Umfeld ganz genau, wie es dich unterstützen kann, kläre, an welchen Stellen bestimmte Worte oder Handlungen eher kontraproduktiv sind und überlege dir, wie du dich bei deinem Umfeld dafür bedankst, dass sie dich ein Stück deines Weges begleiten, dich unterstützen, denn dass sie dich unterstützen, ist keineswegs selbstverständlich.
Weil ich eingangs vom Berggehen sprach – ich bin vor Jahren den Großglockner bestiegen. Für mich eine absolute Grenzerfahrung. Mir ist ganz klar, ich wäre nie und nimmer auf den Großglockner gekommen, hätte ich nicht so ein tolles Team dabei gehabt, vor mir ein Bergführer, der mir immer wieder Mut machte und hinter mir zwei erfahrene Bergsteiger, die immer wieder sagten: „Hey, wie weit du schon gekommen bist, super.“ Ohne diese Drei wäre ich vermutlich nicht auf den Großglockner gekommen, denn rechts und links ging es sehr steil hinunter. Wir hatten zudem auf der Hütte erfahren, dass jemand tödlich abgestürzt war und ein anderer Bergsteiger wartete noch auf den Hubschrauber, der ihn ins Tal fliegen sollte.

Punkt 2: Sich mit Anderen vergleichen macht unglücklich.

Sich ständig mit anderen zu vergleichen ist ein Nährboden für Minderwertigkeitsgefühle. Ich neige da selbst manchmal dazu. Es ist viel, viel wichtiger sich auf seine Ziele und Weg zu konzentrieren und sich immer wieder zu überlegen, wo kann ich wie noch besser werden, statt Energie damit zu vergeuden nach rechts und links zu schauen. Um noch mal das Berggehen als Metapher zu verwenden: Es bringt mir nichts, mich mit anderen Bergsteigern zu vergleichen, die vielleicht größere Touren machen und wesentlich schneller auf einem Gipfel oder an einer Hütte waren als man selbst, denn wir wissen ja nie, wie häufig sind diese in den Bergen, wie viel mehr Zeit setzen sie dafür ein, wie viel fitter sind sie etc.

Punkt 3: Die Macht der inneren Dialoge

Wenn man einen Berggipfel besteigt, kommt man am ehesten oben an, wenn man nicht ca. eine Stunde vor dem Gipfel anfängt mit sich zu hadern und innerlich über die schweren Beine und den steilen Weg klagt, sondern indem man sich sagt: „Ich hab’s ja schon fast geschafft. Danke an die lieben Beine, dass sie mich so weit getragen haben.“ Vergessen Sie nie: Jeder Satz, den Sie innerlich formulieren, löst auch ein inneres Bild aus. Der Berg wird dann eben noch steiler, wenn wir uns denken: Au, wie steil ist der Weg. Innere Bilder wirken wie selbsterfüllende Prophezeiungen.

Mehr zu diesen Themen finden Sie in meinem Buch „Chefsache Kopf. Mit mentaler und emotionaler Stärke zu mehr Führungskompetenz.“

© Antje Heimsoeth

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