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Die Angst vor Veränderung

Die Angst vor Veränderung - Antje Heimsoeth

Das sind Worte von Albert Einstein:
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

„Alles endet irgendwann.
Ist es wirklich besser, etwas erst gar nicht zu beginnen, nur weil man Angst davor hat, es irgendwann wieder zu verlieren?“ Wolfgang Hohlbein

„Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.“
Leo Tolstoi

Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön.“ (Unbekannt)

„Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, An keinem wie an einer Heimat hängen, Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde Uns neuen Räumen jung entgegen senden, Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden… Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“
Hermann Hesse

Schon Heraklit sagte:
„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

Aber am schönsten führt uns eben Hesse an die Veränderung heran.
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ 💛

Perspektivenwechsel
Man kann jeder Zeit der Blickrichtung ändern und eine andere Perspektive einnehmen. Dadurch richtest du deine Aufmerksamkeit von „weg-von“ zu „hin-zu“. Weg von dem Negativen, hin zu dem Stärkenden. Denn es gibt in jeder noch so misslichen Lage etwas, das dir Kraft spenden kann.
Die größte Herausforderung im Veränderungsprozess sind wir selbst. Flexibilität, Gelassenheit und eine positive Einstellung sind im Veränderungsprozess notwendig … und dann ist „Verlassen der Komfortzone“ nicht so erschreckend.

Die einzige Konstante in unserem Leben ist die Veränderung. Wir brauchen nur in die Natur zu schauen. Die Natur ändert sich gemäß der Jahreszeiten. Das Wetter ändert sich ständig. Wir Menschen ändern uns ständig und werden beispielsweise älter, nehmen zu oder ab, werden grau oder verlieren Haare. Veränderung ist natürlich. Aber Angst ist der Gegner der Veränderung. Es ist das fehlende Vertrauen darauf, dass am Ende alles gut werden wird. Egal wie es kommt. Für mich gilt es meine Flexibilität, Neugierde und Offenheit zu erhalten und das Beste zu hoffen.

Die Angst vor Veränderung gehört für viele Menschen zum Leben dazu. Verständlich ist die Angst vor Veränderung. Trotzdem beweisen wir doch alle immer wieder sehr viel Mut und stellen uns dieser Angst.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und hält gern an vertrauten Dingen fest. Das Vertraute sei es noch so schmerzlich ist einschätzbar. Menschen scheuen die Veränderung, weil damit Unbekanntes droht. Je mehr negative Erfahrungen ein Mensch mit Veränderungen macht, je mehr hält er an altem längst Überlebtem fest. Ist das günstig oder ungünstig? Sowohl als auch! Es lohnt sich die Flinte nicht gleich ins Korn zu werfen, zu verzeihen und immer wieder zu hoffen. Wenn die Hoffnung jedoch durch Taten getötet wird, muss man mutig seinen Kurs ändern, sei sie beruflich oder privat.

Weiterlesen: Das kleine Pflänzchen Hoffnung in herausfordernden Zeiten

Veränderung bedeutet immer sich selbst reflektieren und aus der Komfortzone heraustreten. Ich habe den Eindruck, dass es den Menschen schon schwer fällt (alleine) zu reflektieren. Ergebnisse aus einer Selbstreflexion können auch mal weh tun. Doch letztendlich kann es nicht schlimmer werden als es eh schon ist. Es wird anfänglich sicherlich steinig, weil es ungewohnt ist, doch zu guter Letzt siegt die Leichtigkeit und die Freude am Leben.

Die Angst vor Veränderung - Antje HeimsoethSich von sich aus Schritt für Schritt auf notwendige Veränderungen vorzubereiten bzw. sie anzugehen, ist besser als zu prokrastinieren und schlussendlich vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Manches muss man ändern. Anderes darf so bleiben, wie es ist. Und man kann geduldig der Dinge harren, die da kommen.

Denkfehler
Es gibt auch Menschen die mit dem Hier und Jetzt sehr glücklich sind und die aktuelle Realität positiv wahrnehmen! In anderen Worten sich angepasst haben. Das erfordert mehr als nur auf Veränderung zu pochen. Menschen die ständig von Veränderung sprechen, sind oft auch diejenigen, die nicht in der Lage sind sich anzupassen. Hier liegt oftmals ein Denkfehler. Wir denken immer Change Change Change … aber warum ist das so? Wir können die Realität nicht akzeptieren! Der Mensch würde selbst wenn er im Paradies ankäme … dran vorbeilaufen ohne es zu merken. Es erfordert menschliche Größe und Stärke mit einer gegebenen Realität umzugehen statt sie ständig verändern zu wollen.

Ich persönlich liebe es, Neues auszuprobieren. Möchte dabei aber lieber „im Fahrersitz“ sein als nur in den hinteren Reihen, womöglich angekettet, zu sitzen. 😉
Wenn ich aktiv bei Veränderungen mit gestalten kann, dann fühlt es sich für mich wesentlich besser an. Natürlich bin ich dann auch außerhalb meiner Komfortzone unterwegs, habe Ängste, aber lerne dadurch stetig dazu. 👍

Aufgeben ist keine Option! Unser Leben ist ein Geschenk. 💚

© Antje Heimsoeth

 

 

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