Warum erreichen manche Menschen ihre Ziele schneller als andere? Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind Vorbilder. Wer von erfolgreichen Menschen lernt, spart oft Jahre an eigenen Erfahrungen. Ob im Spitzensport, in der Führung oder als Speaker – Vorbilder helfen dabei, neue Fähigkeiten zu entwickeln, mentale Stärke aufzubauen und schneller erfolgreich zu werden.
Warum Vorbilder der Schlüssel zu persönlichem und beruflichem Erfolg sind
Ich habe mir immer Dinge und Abläufe von anderen Speakern und Kollegen abgeschaut. Beobachte, was die Menschen tun, die bereits auf dem höchsten Niveau angekommen sind. Ich bin auf Veranstaltungen mit Vorträgen gegangen, um sehen, wie andere Speaker arbeiten und mit unvorhergesehenen Situationen wie Einwände aus dem Publikum oder Ausfall des eigenes Laptops umgehen.
Lernen durch Beobachtung: Was ich von erfolgreichen Speakern gelernt habe
Gerade am Angang meiner Speaker Karriere habe ich um vieles nicht gewusst – wie baue ich eine Story auf, bewege ich mich auf der Bühne, wo stelle ich mich hin, was mache ich mit meinen Armen und Händen, uvm. Dafür habe ich mir auch Hilfe geholt in Form von Speaker Coachings, unter anderem mit Nicola Tiggeler und René Borbonus, und Workshops. Da habe ich unglaublich viel für mich mitgenommen.
Sie stehen regelmäßig in Ihrem Berufsleben auf der Bühne? Oder möchten es in Zukunft tun? Sie wollen als Keynote-Speaker professionell, souverän und authentisch rüberkommen? Sie wollen hauptberuflich als Redner/in unterwegs sein?
Offenheit und Kritikfähigkeit: Die Grundlage für kontinuierliches Wachstum
Voraussetzung dafür ist Offenheit, Kritikfähigkeit und nicht zu glauben, dass du schon alles weißt.
Vorbilder im Sport: Was Spitzensportler von ihren Vorbildern lernen
Wir Menschen lernen u.a. durch Imitation. Das heißt, wir ahmen ein Vorbild nach. Das Vorbild schafft ein Bild für uns, an dem wir uns orientieren. Sich ein Vorbild zu suchen und sich dann dementsprechend zu verhalten, ist ein sehr mächtiges Instrument zur Verhaltensänderung, weil es sich auf das Selbstbild auswirkt. Die Art, wie wir uns sehen, beeinflusst unser Verhalten. Wenn wir uns also als Profi sehen, wird unser Verhalten wie von selbst professioneller denn je werden. Je nachdem, welche Werte und Fähigkeiten du gern verkörpern und besitzen möchtest, kannst du dir ein entsprechendes Vorbild dafür suchen. Bei der Wahl deines Vorbilds frage dich Folgendes:
- Was kann ich von ihm/ihr lernen?
- Was tut er/sie, das mich, wenn ich es täte, ebenso erfolgreich machen würde?
- Wie hat er/sie es dorthin geschafft?
Frage dich weiter, wenn du ein Vorbild gefunden hast:
„Was kann ich von ihm/ihr übernehmen?“
„Welche Fähigkeiten brauche ich noch?“
„Welche alten Gewohnheiten muss ich vielleicht loslassen?“
Mögliche Vorbilder können Menschen aus deinem direkten Umfeld sein, aber auch erfolgreiche Spitzensportler oder andere bekannte Persönlichkeiten, deren Haltung und Handeln dich positiv inspirieren. Es geht stets um einen Aspekt – Strategien, Ressourcen, Techniken oder spezielle Fähigkeiten – beim Vorbild, den du für dich noch dazu gewinnen möchtest. Welchem Vorbild möchtest du nacheifern? Da es beim Vorbild um die bildliche Vorstellung geht, ist es egal, ob dein Idol eine Person, ein Tier, ein Gegenstand oder eine Comicfigur ist.
Inspirierende Beispiele für starke Vorbilder im Spitzensport
Benjamin Mazatis: Erfolgsstrategien eines Motorsportlers
Der junge Motorsportler Benjamin Mazatis sagt: „Ich habe viele sportliche Vorbilder, die nicht nur aus dem Motorsport kommen. Aus dem Motorsport sind das: Jaques Villeneuve, Michael Schumacher, Fernando Alonso und Andre Lotterer. Ansonsten noch Oliver Kahn, Stefan Edberg, Rafael Nadal und Roger Federer. Jaques Villeneuve habe ich dafür bewundert, dass er gleich in seinem ersten Rennen auf Pole fuhr und in seiner Debütsaison nur ganz knapp den Weltmeistertitel verpasste, denn er sich dann aber gleich in seiner zweiten Saison sichern konnte. Stefan Edberg habe ich immer für seine Fairness bewundert.“
Paul Eckert: Von den Stärken anderer Athleten lernen
Skicrosser Paul Eckert will sich bei seinen Vorbildern nicht auf einen Namen festlegen, macht aber deutlich: „In unserem Sport ist es so, dass jeder seine Stärken und Schwächen hat und spezielle Elemente meistern einige Athleten besser als andere. Von daher sind sie dann in diesem Moment mein Vorbild, weil ich weiß, sie können das, sie machen es gut und ich würde es auch gerne so können wie sie.“
Wolfgang Mader: Was wir vom Wolf und Wilma Rudolph lernen können
Wolfgang Mader hat Vorbilder, darunter ein Tier, nämlich den Wolf. Unter den Menschen bewundert Mader die verstorbene US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin Wilma Rudolph, auch bekannt als „die Schwarze Gazelle“. Rudolph galt 1960 als schnellste Frau der Welt. Als Kind hatte sie an Kinderlähmung gelitten und im Rollstuhl gesessen.
Praxis-Tipp: So nutzt du Vorbilder für deine eigene Bestleistung
Schreibe auf, wen oder was du dir zum Vorbild nimmst.
Dann extrahierst du die Schlüsselkomponenten deines Vorbilds. Da nicht alle Verhaltensaspekte deines Vorbilds für deine Leistung relevant sind, ist es wichtig, zu erkennen, was die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für deine entsprechende Leistung sind. Dazu beobachte dein Vorbild und teile seine Gesamtperformance in überschaubare Teilleistungen.
Führe ein Interview bzw. Gespräch mit deinem Vorbild, in dem die Strategien, Werte, Glaubenssätze, usw. deines Vorbilds bezüglich der jeweiligen Teilaufgaben bewusst gemacht werden. Durch wiederholtes Beobachten und Befragen verfeinerst du dein Wissen um das Hervorbringen der Spitzenleistung nach und nach. Da auch dein Vorbild schlechte Tage hat(te), kann der Vergleich zwischen Bestleistung und mittelmäßiger Leistung bei diesem zusätzlich Schlüsselfaktoren der Spitzenleistung zu Tage fördern.
Fazit: Mit Vorbildern schneller wachsen – im Sport, Business und Leben
Wenn du mit Menschen arbeitest und immer besser werden möchtest – im Sport und auch im Business – dann suche dir Vorbilder und Hilfe von anderen, um vorwärtszukommen. Frage Menschen, die etwas gut können, wie sie dorthin gekommen sind. Das kostet manchmal Überwindung, spart aber oft Jahre an Erfahrungen. Bis heute lerne ich sehr viel in Gesprächen mit Führungskräften, Vorständen, Top Trainern, Speaker Kollegen und Coaches.
© Deine Antje Heimsoeth
Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren:
Mentale Blockaden lösen I Sportmentaltraining
Die Ausrede ist die größte Blockade
Podcastfolge 6 mentale Blockaden, die Sie ausbremsen
Mit mentaler Stärke ans Ziel
Techniken für den Umgang mit der Angst
Folgende Ausbildung könnten Sie interessieren:
Ausbildung zum Sport Mental Coach Basis Stufe – https://www.heimsoeth-academy.com/mental/ausbildung-sport-mental-coach-basic/
Ausbildung zum Sport Mental Coach (ECA) – https://www.heimsoeth-academy.com/mental/sport-mental-coach/
Ausbildung zum Golf Mental Coach – https://www.heimsoeth-academy.com/mental/ausbildung-zum-golf-mental-coach/
FAQ: Vorbilder – Inspiration für Erfolg im Sport, Business und Leben
Was macht ein gutes Vorbild aus?
Ein gutes Vorbild inspiriert durch seine Werte, sein Verhalten, sein Handeln und seine Fähigkeiten. Es zeigt, wie Herausforderungen gemeistert und Ziele erreicht werden können. Dabei geht es nicht darum, eine Person vollständig zu kopieren, sondern gezielt von ihren Strategien, ihrem Mindset oder bestimmten Kompetenzen zu lernen. Ein Vorbild hilft dabei, das eigene Denken und Handeln weiterzuentwickeln und das persönliche Potenzial besser auszuschöpfen.
Wo finde ich Vorbilder?
Vorbilder begegnen uns überall. Das können Menschen aus dem eigenen Umfeld sein, erfahrene Führungskräfte, Kollegen, Trainer oder Coaches. Ebenso können erfolgreiche Spitzensportler, Unternehmer oder Persönlichkeiten aus anderen Bereichen wie Wirtschaft und Politik inspirieren. Beobachte, wie erfolgreiche Menschen handeln, und frage sie nach ihren Erfahrungen und Erfolgsstrategien.
Wie werde ich selbst zum Vorbild?
Wer selbst zum Vorbild werden möchte, sollte die eigenen Werte authentisch leben und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Menschen orientieren sich an Personen, die glaubwürdig handeln, Verantwortung übernehmen und auch in schwierigen Situationen Haltung zeigen. Wer seine Erfahrungen teilt und andere unterstützt, inspiriert sein Umfeld nachhaltig.
Warum sind Vorbilder in der Arbeitswelt wichtig?
Vorbilder fördern persönliches Wachstum, Motivation und eine positive Unternehmenskultur. Sie zeigen, wie Herausforderungen erfolgreich gemeistert, Entscheidungen getroffen und Veränderungen gestaltet werden können. Führungskräfte, erfahrene Kollegen oder Mentoren geben Orientierung und vermitteln Werte, die Zusammenarbeit und Vertrauen stärken. Wer von erfolgreichen Menschen lernt, verkürzt den eigenen Lernprozess, vermeidet typische Fehler und entwickelt schneller die Kompetenzen, die für langfristigen Erfolg im Beruf entscheidend sind.




